Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1934)
- Article
- Die Aufgaben der "Angewandten Pflanzensoziologie" in Palästina
- Date
- 1934-12-01
- Page
- Seite 520 (sequence 12)
- Language
- German
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EJ20 ^s*en un(l Indikatorgesellschaften, ev. Bildbeilagen der wichtigsten Leitpflanzen. 6. Aufklärung in dieser Richtung durch Kurse und Wandervorträge, durch Zeitungen und Zeitschriften. 7. Praktische Uebungen für Hörer landwirtschaftlicher Schulen mit dem Lehrziele, daß die Hörer die Methodik der pflanzensoziologischen Untersuchungen kennen lernen und in der Praxis gegebenenfalls für bestimmte Probleme die Hilfe des Pflanzensoziologen anfordern können. Praktische Uebungen im Anschlüsse an die theoretischen Vorlesungen für Universitätshörer; Anregung und Anleitung bei einschlägigen Dissertationsthemen und ähnlichen wissenschaftlichen Arbeiten, zwecks Heranbildung eines pflanzensoziologisch geschulten Nachwuchses. 8. Enger Kontakt mit den bestehenden Forschungsinstituten der theoretischen und angewandten Botanik und Zusammenarbeiten mit diesen 9. Kontakt und Zusammenarbeit mit den Forschern anderer Disziplinen mit denen Berührungspunkte bestehen, bzw. mit deren Instituten (Zoologie, Geographie, Geologie, Meteorologie, Hydrologie). 10. Expertisen und Anregungen bei Bodenerwerb, Kultivierungsfragen, wasserbautechnischen Projekten, Gartenarchitektur etc. 11. Einschlägige Untersuchungen für privatwirtschaftliche Unternehmungen. 12. Enger Kontakt mit den pflanzensoziologischen Instituten anderer Länder, besonders mit Montpellier, ev. zeitweiser Austausch von Arbeitskräften. Bei der Beurteilung der Bedeutung der Pflanzensoziologie für den Aufbau Palästinas möchte ich noch ein Moment nicht unerwähnt lassen, das aber nicht gut in den programmatischen Teil aufgenommen werden kann, da es ja jenseits des Rationalen liegt. Es ist bei der hohen Geistigkeit unserer Chaluzim nicht schwer, durch Popularisierung ein gewisses allgemeines Verständnis für die pfianzensoziologischen Probleme zu vermitteln und sie auf diesem Wege für Naturbeobachtung zu erziehen. Ein solches Verständnis würde aber jenen geistigen Kontakt mit dem landwirtschaftlichen Beruf schaffen helfen, der dem intellektuell Eingestellten erst jene innere Befriedigung verleiht, wie sie ihm die städtischen Berufe nur in den allerseltensten Fällen geben können. Erst dadurch würde die Verbundenheit mit der Natur überhaupt und mit der Scholle selbst zu einer so tiefen und dauerhaften werden, wie sie dem großen Zielgedanken entspricht. Wenn auch