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Palästina · 1934-12-01 · Heft 12 (Dezember 1934) · p. Seite 519

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 12 (Dezember 1934)
Article
Die Aufgaben der "Angewandten Pflanzensoziologie" in Palästina
Date
1934-12-01
Page
Seite 519 (sequence 11)
Language
German
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beiten nicht von eventuellen Zufällen abhängig werden zu lassen, 519 denen eine Einzelperson leicht ausgesetzt sein kann. In gewissen Gebieten wird die Werbung freiwilliger Hilfskräfte kaum auf Schwierigkeiten stoßen, ja vielleicht sogar erwünscht sein. (Ich denke dabei an den Emek und seine Umgebung, eventuell auch im Umkreis der großen Städte.) Diese Frage läßt sich von liier aus und vermutlich auch in Palästina selbst im Vorhinein nicht beantworten und ist in hohem Maße von der Tatkraft des Initiators abhängig. Ich glaube aber, daß in dieser Hinsicht für einen Pessimismus kein Anlaß besteht. Wenn wir nun die wichtigsten Aufgaben, die in den Rahmen einer solchen pflanzensoziologischen Arbeitsstelle fallen, kurz zusammenfassen wollen, dann sind folgende Punkte besonders hervorzuheben: 1. Schaffung der theoretischen Grundlagen für die angewandte Pflanzensoziologie: Untersuchung der Zusammensetzung und der ökologischen Verhältnisse der Pflanzengesellschaften; Feststellung der Sukzessionen; Vergleichende Studien in den benachbarten Ländern etc. In dieser Hinsicht sind bereits wertvolle und viel Zeit ersparende Vorarbeiten durch die Untersuchungen und Publikationen besonders von Eig vorhanden. Für die von ihm festgestellten Region^gebiete werden die wirtschaftlich sehr wichtigen Grenzen im Detail festzulegen sein. 2. Feststellung der Zeigerwerte der einzelnen Arten und Gesellschafben nach den verschiedensten Richtungen. 3. Pflanzensoziologische Kartierung des Landes. Eine solche Karte wird in der Folge das wertvollste Hilfsmittel bei der Auswahl zu erwerbender Böden bilden; sie wird in gleicher Weise auch bei der Bonitierung für Katasterzwecke eine wichtige Grundlage darstellen; sie wird bei vielen Projekten landwirtschaftlicher, Wiasserbautechnischer und sonstiger Art eine Berechnungsbasis abgeben können und in vielen Fällen kostspielige Untersuchungen bzw. langwierige Versuche überflüssig machen. Die Anfertigung einer solchen Kartierung nimmt allerdings mehrere Jahrein Anspruch und es ist daher notwendig, daß die Reihenfolge der zu kartierenden Einzelgebiete sorgfältig erwogen wird, damit die Arbeit in den wichtigsten Teilen des Landes am frühesten beendigt ist. 4. Einrichtung von Kleinklimastationen; Bodenuntersuchungen etc. 5. Herausgabe von Merkblättern mit graduell abgestuften Zeiger-

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