Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1934)
- Article
- Die Aufgaben der "Angewandten Pflanzensoziologie" in Palästina
- Date
- 1934-12-01
- Page
- Seite 521 (sequence 13)
- Language
- German
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das Thema unseres Aufsatzes es nicht erlaubt, auf diese Fragen 521 näher einzugehen, glaube ich doch, daß der hier geäußerte Gedanke auch in diesem Zusammenhang nichjt übergangen weräen durfte. Wir sind uns dessen bewußt, daß die vorliegenden Ausführungen infolge der notgedrungenen Beschränkung nur kursorisch die Bedeutung und den Wirkungskreis einer solchen Arbeitsstelle klarlegen konnten; vor allem für diejenigen, die bisher weder von den theoretischen, geschweige denn von den praktischen Resultaten pflanzensoziologischer Untersuchungen Kenntnis besaßen. Vielleicht dienen aber diese Zeilen dazu, das Interesse an den so notwendigen pflanzensoziologischen Untersuchungen wachzurufen, bzw. zu verstärken, denn es ist sicher, daß die Gründung einer solchen pflanzensoziologischen Arbeitsstelle für den Aufbau Palästinas eine weitgehende Förderung bedeuten und in vielen wichtigen Zweigen des Kolonisationswerkes befruchtend wirken würde. Die arabische Bewegung in Palästina im Jahre 1934. Von Michael Assaf, Tel-Aviv. In der Geschichte der organisierten arabischen Bewegung wird das Jahr 1934 als eines des sonderbarsten Niederganges bezeichnet werden. Wenn während aller Jahre die „Arabische Exekutive" in organisatorischer Beziehung und hauptsächlich vom Standpunkte der Ausdauer in ihrer Tätigkeit schwach war, so erreichte sie heuer das Ende ihrer Kräfte', als ob die Bewegung eine Lähmung ergriffen hätte. Der Tod Musa Kasims, des Präsidenten der arabischein Exekutive, symbolisiert den Tod der Exekutive selbst. Sichtbare Zeichen der Atrophie dieser arabischen politischen Körperschaft sind: Das Verschwinden der Istaklal-Partei, die Zerrüttung der muselmanischen Opposition und die vollständige Unterwerfung der Mufti-Partei unter den Willen der britischen Regierung. Wäre nicht das Zentrum der jung-arabischen Organisation vorhanden, die mit großer Energie mündliche Propaganda betrieb, so wäre die Aktivseite der Bewegung eine tabula rasa. Die politische Tätigkeit der Exekutive begann am 16. Februar mit einer zweiten Serie von Demonstrationen gegen die englische Politik wegen der jüdischen Einwanderung. Logischerweise hätten diese sehr stürmisch sein müssen mit doppeltem Zweck: Protest 1. gegen die Alijah, 2. wegen der Opfer der Demonstration vom Oktober 1933. Tatsächlich aber gingen sie ohne jeden Eindruck vorüber. Denn während die ersten Demonstrationen ungesetzlich, ja gegen das Gesetz waren und im Vorhinein eine: Atmosphäre den* Spannung im Lande erzeugten, waren die letzten gesetzlich und gestattet. Nach Uebereinkunft mit der Regierung suchte die arabische Exekutive um Erlaubnis für die Demonstrationen an, die auch erteilt wuaftLe. Ja, es wurde ver-