Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 11 (November 1934)
- Article
- Das Wirtschaftsbarometer Oktober 1934
- Date
- 1934-11-01
- Page
- Seite 485 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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- Gdynia 1× ep/1044599
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Konserven: Der Markt der kondensierten Mileh verkehrt nach wie vor in stetiger Haltung. In O!b»tko}nsierven sind augenblicklich Ananas in Singapore gepackt, stärker angeboten. Die Saisonbelebung füar Fästehkonjserven schreitet fort; doch werden die Preise durch den Wettbewerb der Produktionsländer empfindlich gedrückt, unter denen heute neben Norwegen, Portugal, England, Dänemark, Lettland, Rußland, Japan auch schon Polen (mit Ostsee-Sprotten, die via Gdynia; gefangen und in Warschau gepackt wurden) erscheint. Das Geschäft in Fleischkonserven (Gulasch und Leberpastete) hat sich noch nicht (recht entwickeln können, da die warme Witterung diesmal, ungewöhnlich lange anhält. Leder: Das Herannahen der Regenzeit übt auf den Einkauf des Lederausschnitthandels und der Lederverarbeiter einen anregenden Einfluß aus, der durch die Meldungen über die Befestigung des internationalen Häutemarktes verstärkt wird. Pro südpalästinensische Occaj (1^442 kg) erzielen gegenwärtig Kernleder, je nach Qualität, bis zu 0,230 (im Vormonat 0,200) pal. Pfund, beste Croupons bis zu 0,240 (im Vormonat 0,220) pal. Pfund. Pro Quadratfuß (930 Quadraitzentimeter) notieren Chevreaux mit 0,060 bis 0,080 (im Vosrmjonat 0,050 bis 0,070) pal. Pfund, Boxcalf unverändert bis zu 0,060 pal. Pfund und Rindbox ebenfalls bis 0,060 (im Vormonat bis 0,050) pal. Pfund. Lebhafte Nachfrage finden Gummiabsätze ungarischer und tschechoslowakischer Provenienz. Im sanitären Interesse haben sich soeben nach langwieriger Diskussion Palästina- Regierung und palästinensische Lederwirtschaft über eine lückenlose Standorts-Konzentration sämtlicher Lederfabriken des Landes, sowohl schon der vorhandenen als der noch zu gründenden, verständigt. Während die arabischen Lederfabriken auf ein Terrain südlich Jaffas, in der Nähe von Bajith^Vegan, verlegt werden sollen, ist als künftiger Sitz aller jüdischen Lederfabriken Palästinas — 6 schon bestehende und 4 neue, deren Errichtung bereits beschlossen ist und demnächst durchgeführt wird — eine Bodenfläche bei Rir schon-le-Zion vorgesehen. Diese 10 jüdischen Lederfabriken werden ein Kapital von insgesamt 80.000 pal. Pfund repräsentieren. Wie verlautet, ist eine gemeinsame Verkaufsorganisation geplant. Nach Durchführung des Konzentrationsplanes (Beginn der Neubauten im November) wird Palästina Bedarf an Boden-Ä Ober- und Portefeuille-Leder restlos durch einheimisches Erzeugnis zu decken sein. Ein Einfuhrbedarft wird dann nur noch für Lack-^ Bekleidungs- und Auto¬ Leder bestehen. Von Faclhseite wird darauf hingewiesen, daß in Risch'on-le- Zion günstige Gelegenheit für Errichtung einer Leimfabrik sich bieten wird, die ihren Rohstoff (Leimleder) an Ort und Stelle von den Lederfabriken beziehen könnte. Holz: Die Tendenz für Bauholz ist unverändert fest. Die Loko-Notierungen, pro Kubikmeter, lauten: weiße Tannen- und Fichtenbretter 2,900 bis 3,100 (unverändert) pal. Pfund, besäumte weiße Eichenbretter 5,250 (im Vc4> monat 5 bis 5,200) pal. Pfund, unbesäumte weiße Eichenbretter 5,250 bis 5,300 (im Vormonat 5,250) pal. Pfund, weiße Eichenpfosten 4,700 bis 5 pal. Pfund (im Vormonat ausverkauft), Buchenbretter und Buchenpfosten 5,250 bis 5,300 (unverändert) pal. Pfund, außerdem Stangen (als Baumstützen) je nach Länge 0,013 bis 0,015 (unverändert) pal. Pfunjd pro Stück und Gabelstanjgen 0,005 (unverändert) pal. Pfund pro Stück. Auch Möbel'holz ist gut behauptet; pro Kubikmeter loko erzielen, je nach Länge, Sperrholzfourtniere 10 bis 14 (im Vormonat 91/2 bis 131/^) pal Pfund, sowie Eiche und amerikanischer Nuß-