Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 11 (November 1934)
- Article
- Das Wirtschaftsbarometer Oktober 1934
- Date
- 1934-11-01
- Page
- Seite 486 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2379786-2379916-2379924-2402401--18677-2402661- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
bäum bis 14 (im Vormonat bis I3V2) Pf«n.d. Das Geschäft in Oränge.nkistenholz bat soeben flott eingesetzt. Zement umd Bati-kera-mik: Da einesteils der Termin der neuesten Produktionserweiterung bei „Nescher" noch ungewiß ist, anderoteils die Großhändler Tel-Avivs und Jaffas nicht das Risiko größerer Lagerbestände an Auslandsware auf sich nehmen möchten, die infolge des heute notwendigen Umweges über Haifa durch die Eisenbahnfracht zusätzlich! belastet sind, so erscheint der Zemen t-Markt gegenwärtig in starker Unruhe. Bei Unvermindert anhaltender Bautätigkeit werden für eiligen Bedarf Preise bewilligt, die über das Normalmaß — 2,820 pal. Pfund piro Tonne für gewöhnlichen Zement, %300 für sc-hneUbilndenden Zement — oft weit hinausgehen. Der Markt der B anker amik bleibt weiterhin fest und nimmt das ständig wachsende Angebot der einheimischen Erzeugung zu stabilen Preisen glatt auf. Eisen: Die Situation ist nach wie vor sehr fest, sowohl dank des starken lokalen Bedarfs als auch, unter dem Eajndrueke der internationalen Tendenz. Loko Tonnen fordern gegenwärtig Eisenträger 7,600 (unverändert) pal. Pfund, Rundeisen (für Beton-Armierung) 8 bi,s 8,100 (im Vormonat 8) pal. Pfund, Wellblech pro Stück, bis zu 2 m lang (größere Dimensionen entsprechend böber), unverändert 0,095 bis 0,100 pal. Pfund. In Nägeln bat der Import vorübergehend zugenommen, da in einer einheimisichen Fabrik ein Streik ausgebrochen ist; unverändert notiert die 5 kg-Packung mit etwa 0y|095 pal. Pfund. Lebhafte Nachfrage hat saisongemäß für Bandeisen zum Beschlagen der Orangenkisten eingesetzt. Mit großem Interesse sieht die Eigenwirtschaft ganz Palästinas der bald bevorstehenden Eröffnung der Haifaer Eisengießerei („The Palestine Foundries aind Metal Works, Ltd.") entgegen; die Kapitalbasis defss Unternehmens wird im November durch eine Kapitalerliöhung von 30.000 auf 45.000 pal. Pfund wesentlich verstärkt werden. Nichteisen-Metialle: Der Import von Halbfabrikaten (Bleche, Stangen, Drähte, Röhren) aus Kupfer, Messing, Aluminium, Zink wächst, gemäß dem steigenden Industriebedarf, unaufhörlich an. Die Preise folgen der internationalen Notierung, sind daher augenblicklich gedrückt. Die Pläne für ein Kupfer- und Messing-Walzwerk in Haifa nehmen neuerdings festere Gestalt an, wenngleich Voraussagen über Kapitalbasis und Baubeginn einstweilen noch verfrüht sind. Der Import von Armaturen und sanitärem Installationsbedarf schwillt weiterhin an, was sich für das Preisniveau nachteilig auswirkt. Wie von interessierter Importeurseite öffentlich angekündigt wird, sollen in den nächsten Wochen erstmalig auch japanische Armaturen in großen Mengen auf dem palästinensischen Markte erscheinen, wodurch der Konkurrenzkampf, in dem bisher Italien den stärksten Druck ausübte, noch verschärft werden dürfte. 2. Gründungstätigkeit. Von Dr. J. Adler, Tel-Aviv. Die Anzahl der neugegründeten Firmen in Palästina — soweit sie als Genossenschaften („Cooperative Societes"), Aktiengesellschaften („Companies"), offene Handelsgesellschaften („Partnerships") und Kommanditgesellsdhaften („Limited Partnerships") amtlich registriert werden — war im Beriebtsmonat insgesamt um 10 höher als im Vormonat, wie folgende Uebers^dht erkennen läßt.