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Palästina · 1934-11-01 · Heft 11 (November 1934) · p. Seite 484

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Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 11 (November 1934)
Article
Das Wirtschaftsbarometer Oktober 1934
Date
1934-11-01
Page
Seite 484 (sequence 2)
Language
German
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Mehl: Der Markt verkehrt nach wie vor in sehr fester Haltung, so daß die Preisbasis des Vormonats (loko pro Tonne australisches Mehl 151/2, amerikanisches Mehl I8V2 pal. Pfund) behauptet wurde. Die Kontingentierungsvorsdhriften der Regierung bewirken, daß die Importe nur dem Konsum entsprechend erfolgen, und somit keine größere Vorratsbildung eintritt. Reis: Die Tendenz ist najoh wie vor fesct. Stärkere Vorräte sind augenblücklieh nicht vorhanden. Die besäten Qualitäten — in Holland polierter Siam- Reis — verlangen cif Jaffa—Haifa pro Tonne bis zu 13 (im Vormonat 11—12) pal. Pfund. Geringere Sorten indischer und ägyptischer Herkunft notieren denn-* entsprechend von 7 (im Vormonat 6) pal. Pfund an. Zucker: Im Anschluß an die Schwäche des englischen Marktes und unter dem Drucke großer Vorräte, sowie infolge der wachsenden ägyptischen Unterbietung ist das Preisniveau neuerdings gesunken, so daß loko pro Tonne gemahlener Zucker sich mit 16 bis 161/3 (im Vormonat I6V2) P2^- Pfand und Würfelzucker mit 19Y2 bis 20 (im Vormonat 20) pal. Pfund begnügt. Der Konsum ist unbefriedigend. Kaffee, Tee, Kakao: Im Ansehliuß an die internationale Tendenz war die Stimmung für Kaffee auf dem Palästina-Markt in letzter Zeit ziemlich gedruckt. Pro Tonne wurden cif Jaffa—Haifa für „Santos Bourbon Prince" 52 bis 53 (im Vormonat 57 und mehr) pal. Pfund, für „Rio Nr. 5" 48 (im Vor*, monat 54 und mehr) pal. Pfund verlangt, doch kaum bewilligt, da der Markt noch reichlich mit Ware versehen ist. Das Tee -Geschäft ist momentan nicht sehr umfangreich; auch übt die Unlust am internationalen Markte ihre Wirkung aus; cif Jaffa—Haifa zahlt man pro englisches Gewidhtspfund (455,3 Gramm) für „Orange Peceo Nr. 5" unverändert etwa 0,300 pal. Pfund. Der Kakao-Markt bleibt still; importiert werden an fertigem Speise-Kakao nur noch ein paar holländische Spezialmarken, da im übrigen die einheimische Kakao-Industrie bereits den Markt ausreichend versorgt. Butter und Käse: Infolge stärkerer Zufuhren waren die Preise für Butter in letzter Zeit etwas rückläufig; pro 50 kg loko fordern gegenwärtig lettländische und litauische Butter 4,560 bis 4,750 (im Vormonat 4,800 bis 5) pal. Pfund, österreichische Butter 4,750 (im Vormonat 5) pal. Pfund, australische Butter 4,750 bis 4,950 (im Vormonat 5 bis 5^,200) pal. Pfund, dänische Butter bis zu 5 (im Vormonat 5,300) pal. Pfund, sowie argentinische Backbutter 2,850 bis 3,300 (im Vormonat 3 biöi 3,500) pal. Pfund. Was Käse betrifft, so ist die Auswahl an Importware neuerlich durch Angebote polnischer Käse von Emmentaler Art erweitert worden. Die Preise der fremden Käse;-Sorten folgen der Weltmarktnotierung. Inländischer Weichkäse ist flott gefragt und erzielt unverändert 0,025 pal. Pfund pro südpal ästinensische Okia (240,6 Gramm). Eier: Bei knapper Zufuhr und ungenügender Qualität der Importware behaupten sich die Preise. Türkisches Angebot fehlt im Augenblick fast vollkommen. Hingegen hat seit Anfang Oktober der Import ägyptischer Ware eingesetzt, die pro Korb (720 Stück) 1,700 pal. Pfund verlangt. Die angekündigten polnischen Sendungen sind ausgeblieben. Aus Syrien treffen nur gelegentlich kleine Quantitäten ein, die den Markt nicht beeinflussen. Das jüdische Inlandsei (Hühnerfarm-Produkt) erzielt gegenwärtig, je nach Größe, pro 100 Stück unverändert 0,500 bis 0,700 pal. Pfund. Vom Mangel an billiger Importware profitiert das arabische Inlanidsei, das pro 100 Stück augenblicklich. 0,400 bis 0,430 (im Vormonat 0,340 bis 0,380) pal. Pfund erzielt.

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