Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 11 (November 1934)
- Article
- Die jüdische Wirtschaft und ihre Entwicklungstendenzen
- Date
- 1934-11-01
- Page
- Seite 461 (sequence 13)
- Language
- German
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Sebulun, Emek Chefer tt a.), gewäihrt Hilfeleistung in der Ausbeutung der Wasserquellen usw. Mit Hilfe der Mittel dieser Organisation erfolgte eine Ausweitung der Fläche der Kwuzah Naane (250 Dunam); die bisherigen Investierungen in Boden betragen etwa» 4000 pal Pfund. Die Frage nach den getätigten Investierungen zur Ausweitung und zur Förderung der Kolonisation im abgelaufenen Jahr läßt sich kaum beantworten, da die beträchtlichen Mittel,, die von den Ansiedlern selbst aufgebracht wurden, sich überhaupt nicht erfassen lassen. In erster Linie verdient besonders hervorgehoben zu werden die große BereitwilHgkeit, die die Arbeiter-' Schaft in der Aufbringung der Mittel für Ansiedlungszwecke gezeigt hat, sei es in individueller Form, sei es in organisatorischer Zusammenfassung seitens der Arbeiterinstitutionen. Unter den letztgenannten beansprucht die Gesellschaft „Nir" besondere Beachtung. Gerade in der neuesten Zeit hat sie es vermocht, im Zusammengehen mit anderen ihr nahestehenden Organisationen ihre Funktionen und Aufgaben beträchtlich zu erweitern und sich! zu einem der wichtigsten Antriebshebel der Kolonisationstätigkeit zu entwickeln. Und dabei steht sie erst im Anfang ihrer eigentlichen Tätigkeit. Sie vergrößerte ihr Investierungsvolumen fortwährend und die Ziffer von reichlich; 25.000 pal. Pfund, die ihren bisherigen Investierungsaufwand repräsentiert, gibt fauchi noch kein annäherndes Bild davon, wie ausdehnungsfähig die Investierungstätigkeit dieser Arbeiterinstitution ist. Sie erstreckt sich nicht nur auf die; bestehende Kolonisation, sondern konzentriert sicjh immer mehr auf das neue? Siedlungswerk. Darüber hinaus hat sie insbesondere die Wohnbautätigkeit in den Kibuzim bei den Moschawoth (Kolonien) wesentlich, gefördert und investierte darin bereits mehrere tausend pal. Pfund. Dennoch bleibt gerade auf dem Gebiete der Wohnbautätigkeit noch viel zu leisten, denn die Wohnverhältnisse in den Kibuzim sind noch immer sehr mizulänglichl Die Mehrzahl der Mitglieder (reichlich drei Fünftel) wohnt noch jetzt in Baracken (Zrifim);. Rechnet man noch ein reichliches weiteres Fünftel hinzu, das in Zelten wohnt, so ergibt sich, daß in eigentlichen Wohnhäusern noch nicht einmal ein Fünftel der Kibuzim-Mitglieder lebt. Dabei hat sich die Kibuz-Bewegung, trotz der starken Abwanderung, bemerkenswert verbreitert und zählt gegenwärtig nunmehr 4286 Mitglieder gegen nur 2095 im Mai 1931. Die Anzaihl der Kibuzim hat sich in der gleichen Zeit von 29 ajujf 51 Einbieiten vermehrt, von denejn! jedoch nur 15 über Ansiedlungsboden verfügen, aber auch nicht zur vollen Ansiedlung sämtlicher Mitglieder; 32 Kibuzim befinden sich auf Keren- Kajemeth-Boden. Man sieht also, daß nicht nur die Wohnverhältnisse, sondern auch die Ansiedlungsverhältnisse bei den Kibuzim einer Hebung dringend bedürfen. Nicht viel besser bestellt war es auf dem Gebiete der individuellen Arbeiterwohnsiedlungen („Schchunath Owdim b'Moschawoth"). Lange Zeit hindurch hat man sich mit diesem Problem nur wenig beschäftigt. Es fehlte daher an feststehenden Richtlinien und an der notwendigen Planmäßigkeit in der Durchführung der Arbeiten in dieser Richtung. Erst vor kurzer Zeit hat die Gewerkschaft der landwirtschaftlichen Arbeiter (Hamerkas Hachaklai) die Initiative ergriffen, um das Problem der Arbeiterwohnsiedlungen in den Kolonien einer beschleunigten Regelung entgegenzuführen. Die Lösung dieser* Frage verdient um so größere Aufmerksamkeit, als durch die Ausdehnung des Netzes der Arbeiterwohnsiedlungen ein wichtiges Mittel zum Festhalten