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Palästina · 1934-11-01 · Heft 11 (November 1934) · p. Seite 458

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Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 11 (November 1934)
Article
Die jüdische Wirtschaft und ihre Entwicklungstendenzen
Date
1934-11-01
Page
Seite 458 (sequence 10)
Language
German
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4«58 Ansiedelung der Kwuza „Gescjber" beredt gestellt, ein Teil weiteren Bodens wird der Erweiterung der Pica-Siedlung „Menacihemia" dienen; auch die Siedlung Kinereth soll einen Bodenzuwachs erhalten. Uefcer 1000 Dunam sind bereits vor einiger Zeit den Wirtschaften des Emek Hajarden zur Vervollständigung ihres Bodens zur Verfügung gestellt worden. Bedeutende Leistungen sind im Norden des Landes vollbracht worden und dem Keren Kajemeth ist es gelungen, die Regelung der Bodenfragen (es handelt sich um eine Gesamtfläche von über 10.000 Dunam) voranzutreiben, jedoch ist dieser Boden infolge anderseitiger Ansprüche noch nicht frei und aus diesem Orfunde ist der Ansiedlungszeitpunkt hinaus;- geschoben worden;. Auch vom Sehata-Boden im Emek (Gesamtfläche über 13.000 Dunam, im Besitze des Keren Kajemeth) konnten in letzter Zeit bereits 2000 Dunam sowohl für Erweiterungen der dort vorhandenen Wirtschaften, als auch für Neuansiedlung bereitgestellt werden. Erfreulich ist es, daß nun auch eines der schwierigsten Probleme, wie dies die , Kolonisation des Kumi-Bodens darstellt, einer Klärung entgegensieht, da die bestehenden Schwierigkeiten in der Verwirklichung der Ansiedlung auf diesen« Gebiete gegenwärtig nur noch rein technischer Natur sind; ein großer Teil des Bodenerwerbs ist bereits beendet und die Verhandlungen beziehen sich, auf den restlichein Boden. Schließlich gelangten auch zum Abschluß die Verhandlungen, die sich über zejhn Jahre hingezogen hatten, wegen des Bodens El-Chaxam in einer Gesamtfläche von rund 12.000 Dunam, von denen etwa 8000 Dunam jüdischer Besitz sind« Hier wird in größerem Maßstabe neue Kolonisation erfolgen. Im Süden des Landes sind durch private Gesellschaften etwa 15.000 Dunam erworben worden; weitere 10.000 Dunam wurden vom Privatkapital in der Umgebung von Asa (Gaza) angekauft. Auch in anderen Landestejlen, die wir hier einstweilen nicht aufzählen können, sind private Bodenkäufe getätigt worden. Diese Beispiele, die wir noch durch eine große Reihe von weiteren konkreten Daten vervollständigen können, reichen jedoch aus, um die Grundrichtung der Kolonisationstätigkeit in der jüngsten Zei,t zu umrejßen. Ueberall sehen wir immer wieder, daß das nationale Kapital trotz der beträchtlichen Schwierigkeiten in der Aufbringung von Mitteln und der sonstigen Hindernisse dennoch unter größten Anstrengungen das jüdische Kolonisationswerk wesentlich vorangetrieben und namentlich durch Klärung vieler bisher ungelöster Bodenfragen die Konsolidierung gefördert hat. Das Privatkapital hat zwar ebenfalls eine Rührigkeit aufzuweisen^ jedoch werden seine Leistungen leider mitunter von übertriebenen Spekulationsersciheinungen bei-- schattet. Im ganzen ist festzustellen, daß trotz der geschwächten Finanzkraft die nationalen Institutionen, wie schon oben erwähnt, in der Bodenauslösung nach wie vor führend sind. Die wirtschaftliche Konsolidierung der Landwirtschaft hat sich gerade in der jüngsten Zeit wirksam durchgesetzt. Die Ptf oduk tiionstech nik hat sich vervollkommnet und intensiviert, ihre Verbesserung bewirkte im allgemeinen eine höhere Ergiebigkeit der Erzeugung. Der Erholungsprozeß der gemischten Landwirtschaft wiederspiegelt sich auch in einer gewissen Entlastung bei den Finanzschwierigkeiten. Wie bekannt, haben Jahre hin-

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