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Palästina · 1934-10-01 · Heft 10 (Oktober 1934) · p. Seite 418

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Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 10 (Oktober 1934)
Article
Ergebnisse und Tendenzen
Date
1934-10-01
Page
Seite 418 (sequence 3)
Language
German
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der Räume wiederum gute Fortschritte und hervorragende Resultate aufzuweisen hat. Während noch vor einem Jahre fast ein jeder Neuankömmling, der sich landwirtschaftlich betätigen wollte, zuerst an die Zitruskultur dachte (wodurch die Preise für Zitrusböden zum Teil weit über die Grenze der Rentabilität emporgetrieben wurden), ist gegenwärtig das Interesse für die übrigen Zweige der Obstkultur verdientermaßen erstarkt. Es handelt sich hier um eine Produktion, die nicht sofort auf den Export angewiesen ist, sondern zunächst einmal ihre Aufgabe darin sehen wird, den Inlandsmarkt ausreichend zu versorgen und ihn vom Bezug fremder Erzeugnisse zu emanzipieren. Wenn wir 2456 Dunam neu mit Aepfeln, 5060 Dunam mit Dattelpalmen, 2500 Dunam mit Walnußbäumen, bepflanzen, brauchen wir hinfort keine Aepfel-, Dattel- und Wal* nuß-Einfuhr mehr! Sobald als unser Obstbau sich konsolidiert haben wird, auch im Sinne der Standardisierung der Sorten und der Rationalisierung von Verpackung und Versand (nach dem Vorbilde der Zitrus-Wirtsehaft), steht natürlich dem nichts im Wege, daß wir auch an Exportmöglichkeiten denken. Bei geeigneter Handelsorganisation könnte \ das Palästiniaobst alljährlich ami frühesten auf dem europäischen Markte erscheinen und demgemäß die besten Preise erzielen. Palästina hat 1933 für 44.639 pal. Pfund Aepfel, für 21.370 pal. Pfund frische und getrocknete Datteln, sowie für 24.533 pal. Pfund Nüsse importiert. Aegypten hat 1933 für 455.109 pal. Pfund Früchte importiert, davon für etwa 80.000 bis 100.000 pal. Pfund Aepfel. Syrien-Libanon hat an Früchten im Jahre 1933 aus der Türkei für 255.600 syrische Pfund (1 syrisches Pfund 20 franz. Frcs.) importiert (eine Gesamtzahl des dortigen Früchte-Imports habe ich leider im Augenblick nicht zur Hand). Der Irak hat im 1. Vierteljahr 1934 an frischen Früchten für 4078 Dinar (1 Dinar 1 engl. Pfund) importiert und an Dattelin aller Art für 111.135 Dinar exportiert. Unsere Bananen und Pflaumen sind vorläufig allerdings qualitativ wenig wert und nur für den lokalen Markt von Bedeutung. Die palästinensische Banane kann sich der Jamaika-Banane nicht vergleichen; man wird sich noch viel Mühe um sie geben müssen. Die palästinensische Pflaume issfc im Frischversand (als Edelobst in Kisten) ebenfalls nicht konkurrenzfähig. Trocknungsn versuche sind noch nicht bekannt (geworden; insoweit würde sie gegenüber der bosnischen Ware zunächst kaum aufkommen. Am wichtigsten wären heute gute Aepfel und Birnen für Export nach Aegyptens Die neue jüdische Initiative im Obstbau wirkt sich für da)s jganze Land günstig aus. Die jüdischen Brunnen,bohrer, die mit neuesten Hilfsmitteln der, Physik und der Technik die tiefsten Grundwasseradern erschließen, sind heute die Pioniere der friedlichen Rückeroberunig eines seit fast zweitausend Jahren vernachlässigten Bodens in den Gebirgsgegenden für intensive Kulturen, die eine hohe Siedlungsdichte zulassen. Ueber den gegenwärtigen Stand der diesjährigen Obsternte sagt eine amtliche Mitteilung folgendes: Weintrauben in bewässerten Gärten entwickeln sich glänzend; auch im Bergland von Hebron und Ramallah, sind die Aussichten gut. Die jetzt flott in Gang befindliche Feigenernte liefert überaus stattliche Ergebnisse. Auch Aepfel, Birnen, Pflaumen befriedigen in diesem Jahr außerordentlich; nur müßte die Insektenbekämpfung noch wirksamer werden — ein wichtiger Hinweis für alle, die sich diesem

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