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Palästina · 1934-10-01 · Heft 10 (Oktober 1934) · p. Seite 408

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 10 (Oktober 1934)
Article
Das Wohnungsbauproblem in Palästina
Date
1934-10-01
Page
Seite 408 (sequence 8)
Language
German
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auch geworden ist, so darf doch nicht verkannt werdein, daß «dieses Gesamtergebnis mehrjähriger Arbeit nicht ausreicht, das Wohnungsproblem entscheidend zu erleichtern. Die bis jetzt errichteten 1500 Häuser, verteilt aiuf einen Zeitraum von vier Jahren, bedeuten wenig gegenüber dem Wohinbedarf einer1 Arbeitereinwanderung, die allein in den letzten beiden Jahren 25.000 Arbeiter und Angehörige von Arbeitern ins Land gebracht hat. Andererseits ist es eben so klar, daß angesichts der Größe des Problems von privater oder halbprivater Seite nichts Entscheidendes zu seiner Lösung getan werden kann,.. Bau preise. Nachfolgend soll nun eine kurze Betrachtung der Entwicklung der Baupreise folgen. Die Baupreise in Palästina zeigen für die Periode der letzten 10 Jahre zwei deutliche Zyklen, von denen der erste seijnein Höhepunkt im Jahre 1925, der zweite i,m Jahre 1934 erreicht hat. Die Bauibewegung im Gefolge der großen Einwanderung 1924/25 hat bereits damals zu einem solchen Ansteigen der Baupreise geführt, daß trotz der in den letzten Jahren wieder so stark gestiegenen Bautätigkeit der damals erreichte Rekordstand resp. Kostenpreis pro Baueinheit Ende 1933 noch nicht wieder erreicht war. Auf die Höchstpreise des Jahres 1925 erfolgte in allen Städten ein bis zum Jahre 1932 anhaltender Rückgang der Preise sowohl für Material als für Arbeit. Der Rückgang der Materialpreise hängt zum größten TeiJL mit der internationalen Preisbewegung zusammen, die auch für Baumaterialien in jenen Jahren einen großen Preissturz 'bewirkte. Aus den folgenden Ziffern über die Preisbewegung von Arbeit und Material in Haifa geht hervor, wie stark dieser Rückgang der Gesamtbaukosten war. Er ist. jedoch nicht allein auf Konto der Preisveränderungen für Materialien und Arbeit zu setzen, sondern beruht auch auf besserer Durchbildung der Arbeiter, auf einer Rationalisierung und Vea> Wertung der Bauerfahrungen. Setzt man die im Jahre 1925 für die Errichtung eines Hauses von vier Räumen mit Nebenzimmern gezahlten Aufwendungen gleich Hundert, so ergibt sich, wie aus der folgenden /für Haifa berechneten Tabelle hervorgeht, daß die Arbeitskosten allein zu Anfang 1933 auf rund 57 o/o gesunken waren, während die Materialkosten nur eine Reduktion auf 74,8 o/o erfahren hatten. Neun Monate später waren die Arbeitskosten auf 101 o/o hinaufgeschnellt, d. h. also höher, als im Jahre 1925, die Materialkosten blieben dagegen mit 81,6 o/o noch erheblich unter den Preisen von 1925. Gestehungskosten für ein Haus von vier Zimmern mit Nebenräumen in Haifa. Jahr Arbeitskosten Materialkosten Total pal. Pfd. o/o pal. Pfd. o/o pal. Pfd. o/o 1925 249,7 100 404,3 100 654 100f 1927 211,4 84,6 382,6 94,7 594 90,9 1929 171,5 68,6 346,7 85,7 518 79,2 1931 159 63,6 307,3 76 466 71,2 1.1.1933 143 57,2 302 74,8 445 68 l.X. 1933 252 101 330 81,6 582 89 Für Tel-Aviv und Jerusalem ergeben sich ähnliche Preisbewegungen. In Jerusalem ist der Durchschnittspreis für die Herstellung eines Betonhauses: von 5500 pal. Pfund im Jahre 1932 auf 6250 pal. Pfund im Jahre 1933 und 7250 pal. Pfund im Jahre 1934 gestiegen. Dem gegenüber ist bemerkenswert, daß die Quadratmeterpreise bei der Errichtung von Häusern aus Stein in Beth Hlakerem

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