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Palästina · 1934-10-01 · Heft 10 (Oktober 1934) · p. Seite 399

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 10 (Oktober 1934)
Article
Bewässerung - das Hauptproblem Palästinas
Date
1934-10-01
Page
Seite 399 (sequence 7)
Language
German
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der ganzen Ebene ausreicht. Nun kommt leider der Umstand hinzu, daß es sich hiebei auch gleichzeitig um die Minimalwassermenge des Jordan handelt, die das Rutenbergwerk zur Versorgung seiner Zentrale nicht ohne weiteres entbehren kann. Nur die nachweisbar aus der Zeit vor 1926 stammenden Rechte werden befriedigt werden können. Ob diese dann für eine genügende Fläche reichen werde, wäre durch Detailstudien nachzuweisen. 4. Emek. Durch den geologischen Aufbau und den schweren Boden, sind hier die Verhältnisse noch ungünstiger in Bezug auf Grundwasserversorgung; a) im westlichen Teil beträgt der nutzbare Wasservorrat etwa 25 Millionen Kubikmeter und die damit zu bewässernde Fläche rund 35.000 Dunam; b) im östlichen Teil sind bei 19 Millionen Kubikmeter nutzbaren Grundwassers rund 19.000 Dunam bewässerbar. Fassen wir die Ergebnisse zusammen, so sehen wir: Aus 21.410 Qua dratkilometer Fanggebiet ergibt sich ein gesamter maximaler Grundwasservorrat von rund einer Milliarde Kubikmeter und ein höchstens nutzbarer Grund- und Druckwasservorrat von rund 700 Millionen Kubikmeter, der zu einer Bewässerung von rund 880.000 Dunam reichen würde. Das wäre ein 'Siebentel der gesamten Kulturfläche von rund 6,000.000 (mit Negew) und ein Sechstel ohne Negew-Teil Es liegt also auf der Hand, daß wir mit dem System der Brunnenbohrungen von Natur aus schon beschränkt sind, und deswegen auf andere Mittel sinnen müssen, der Bewässerungsfrage, die besonders für die jüdische Siedlung eine Frage der Ermöglichung einer Majorität im Lande darstellt, in vollem Umfange gerecht zu werden. Sehen wir uns also, in richtiger Folgerung, die Verhältnisse der Oberflächenwasser menge an^ so zeigt sich folgendes Bild: 1. Küstengebiet t a) Nördlich: die gesamte Regenmenge, 5,4 Millionen Kubikmeter, bei einer Annahme von bloß 25 o/o Oberflächenabfluß (im Jordangebiet haben wir auf Grund verläßlicher Daten sogar 33o/o festgestellt), ergibt eine Abflußmenge A ==1,500,000.000 Kubikmeter, b) Südlich R 1,500,000.000 Kubikmeter, wegen größerer Versicherung nur 20o/o Abflußkoeffizient, daher A 300,000.000 Kubikmeter. 2. Jordantal. a) Nördlich: Gesamtmenge R 1.500,000.000, Abfluß 25o/0 A 350,000,000. b) Südlich: R= 1,500,000.000 Kubikmeter, wegen größerer Versicherung 3. J or dangeb iet: oberhalb Tiberias: R 1.500,000.000 Kubikmeter, Abfluß 304 A 450,000.000 Kubikmeter. ' 4. Emek: a) Westlich: R 465,000.000, A 140,000.000 bei Abfluß 30o/0. b) Oestlich:R 288,000.000, Abfluß 39o/0, A 90,000.000 Kubikmeter, Die gesamte O berfl ä che nwasser menge ist somit 2.800,000.000 Kubikmeter. Rechnen wir mit der für das ganze Gebiet Palästinas in langjährigem Durchschnitt festgestellten durchschnittlichen Regenmenge von 520 mm und mit einer Niederschlagsfläche von 21.410 Quadratkilometer für

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