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Palästina · 1934-10-01 · Heft 10 (Oktober 1934) · p. Seite 398

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 10 (Oktober 1934)
Article
Bewässerung - das Hauptproblem Palästinas
Date
1934-10-01
Page
Seite 398 (sequence 6)
Language
German
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artigen Erscheinungen (besonders karstigen Charakters) ein Uebergreifen auf geringe Flächen der Nachbargebiete erfolgen kann. In Palästina lassen die geologischen Verhältnisse eine solche Beeinflussung nicht erwarten; sie wäre übrigens von ganz untergeordneter Bedeutung für die? Feststellung der Wasservorräte des Landes. Trotzdem Brunnenbohrungen, auch wenn es sich um artesisches Wasser handelt, an und für sich in der Regel teuerer sind und auch teuerer zu betreibende Anlagen darstellen und schon aus diesem Grafelde hinter den Methoden direkter Oberflächenwassernutzung zurückstellen, wäre schon der zweite Grund, genügend, der Sache nicht so viel Aufmerksamkeit zu schenken, und zwar der Umstand, daß die Grundwasservorräte (immer im Sinne einer einjährigen Regenperiode) ziemlich beschränkt sind. Durch eingehendere Studien habe ich: mir ein etwas genaueres Bild über diese Frage gemacht, was jedoch immer noch als erste Annäherung zu betrachten ist, wenn wir auch dadurch ziemlich eingehende Einblicke in dieses Problem erhalten. Die Ergebnisse meiner Studien möchte ich hier bloß in großen Zügen mitteilen (die genauen Ergebnisse habe ich der Exekutive der JewishAgency mitgeteilt). Ich habe mich vornehmlich auf die für die Landeskultur in erster Reihe in Betracht kommenden Ebenen beschränkt, unter Einbeziehung eines Teiles5 des Negew. Meine Berechnungen, die hier nicht eingehend erörtert werden können, haben folgendes Ergebnis gebracht: 1. Im Küstengebiet (einschließlich eines Teiles des Negew) kann*, a) im nördlichen Teil mit einem jährlichen erfaßbaren Grundvorrat von rund 330 Millionen Kubikmeter gerechnet werden. Das würde für eine Bewässerung von rund 440.000 Dunam reichen (allerdings bei Anwendung von Einheiten für die Bewässerung, die im Rahmen einer vernünftigen Wasserwirtschaft liegen und bei Uebergang zur gemischten Kultur an Stelle der Monokultur); b) im südlichen Teil ist die erfaßbare Grundwasservorrat 130 Millionen Kubikmeter und die mögliche Bewässerungsfläche rund 170.000 Dunam. Von der also etwa vier Millionen Dunam Kulturboden fassenden Fläche des Küstengebietes (inkl. eines Teiles des Negew) könnte also bloß etwa ein Siebentel mit Grundwasser versorgt werden. Hiebei bleibt noch festzustellen, ob dieWasiserhebung noch rentabel genug Wäre, da man ja beim Fortschreiten der Grundwassernutzung auf immer geringere Ergiebigkeiten der einzelnen Brünnen und' immer größere Tiefen rechnen müßte. Also eine Bewässerung größeren Stils, wie sie für die Erweiterung der Siedlungsfähigkeit des Landes nötig wäre, ist mit Grund- und Druckwasser ausgeschlossen. 2. Das Jordantal von Tiberi a s abwärts. Der Grundwasservorrat beträgt hier rund 120 Millionen Kubikmeter und die damit insgesamt zu bewässernde Fläche 80.000 Dunam. 3. Die Jordanebene oberhalb Tiberias (einschließlich Hule) weisen einen Grundwasservorrat von rund 100 Millionen Kubikmeter auf, welcher für die Bewässerung von maximal 140.000 Dunam ausreichen würde, was ungefähr dem ganzen Hulegebiet entspricht. Hier ist also der einzige Idealfall im Lande vorhanden, daß der Grundwasservorrat für die Bewässerung fast

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