Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 8-9 (August 1934)
- Article
- Die Zitrus-Industrie in Palästina
- Date
- 1934-08-01
- Page
- Seite 322 (sequence 8)
- Language
- German
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Im Jahre 1933/34 wurde die Orangenernte von Kalifornien und Florida auf 4^,500.000 Kisten geschätzt, gegenüber 48,800.000 in der vorhergehenden Saison. Wahrscheinlich infolge der Wertverminderung des Dollars und der unsicheren ökonomischen Lage in den Vereinigten Staaten kamen die ersten Orangen aus den Vereinigten Staaten im März nach England, während sie im Vorjahre erst im Mai auf dem Markt erschienen. Vom 16. März bis zum 17. April 1934 erreichten ungefähr 60.000 Kisten amerikanischer Orangen den britischen Markt,, gegenüber nur 4000 in der gleichen Periode des Vorjahrfes. Ob diese früha Verschiffung von amerikanischen Orangen nach Großbritannien nur eine zeit-* weilige Erscheinung ist oder ob mit derartigen Verschiffungen auch in Zukunft zu rechnen ist, läßt sich unmöglich voraussagen. Versäumnis in der Erforschung der Marktmethoden war ein bestimmender Faktor für den ruinösen Verfall vieler Marktplätze in Großbritannien während der verflossenen Saison. Auch sollte die Frage studiert werden, ob die Abkehr vom System des Auktionsverkaufs für die palästinensische Orange ebenso möglich und vorteilhaft ist, wie das für die kalifornische Orange der Fall war. Die eigene Agentur der Californian Fruit Growers Exchange entscheidet selbstständig, an welche Kommissionäre und Märkte die Orangen zu versenden sind,, anstatt die Entscheidung der Auktion zu überlassen. Nur eino über mehrere Jahre sich erstreckende sorgfältige Untersuchung könnte entscheiden, ob diese Methode auch für Palästina anwendbar ist oder nicht. Audi die Mögliclikeiten, die in der Durchführung direkter Verkäufe an cfie Konsumenten in Großbritannien durch die 300.000 Grünwarenhändler, oder durch die 90.000 Delikatessenläden oder die 26.837 Früchte- und Gemüsehändler oder durch die Kettenläden liegen können, sollten geprüft werden. Die gegenwärtige* Politik des laissez-faire wird keine Märkte für den jährlichen Zuwachs von ungefähr 1 Million Kisten und mehr schaffen, der in den nächsten 10 Jahren zu erwarten ist. Grapefruit. Man schätzt, daß 20.000 Dunam von den insgesamt mit Zitrus bepflanzten 200.000 Dunam in Palästina Grapefruit-Pflanzungen enthalten, davon drsi Viertel in der Küstenebene und der Rest im Jordantal, im "Em-ek und im Nurisblock. In normalen Jahren kann Grapefruit aus dem Jordantale in der letzten Hälfte September verschifft werden, aus dem Nurisgebiet in der ersten Hälfte Oktober, aus dem Emek etwas später und aus den meisten Orten in der Küsteriebe ne nicht vor Ende Oktober und der ersten Hälfte November. Der Export von Grapefruit aus Palästina, der größtenteils nach Großbritannien geht, wuchs von 2635 Kisten in 1928/29 auf 350.500 Kisben in 1933/34. Wenn die zurzeit bepflanzten 20.000 Dunam volle Frucht tragen, wird der Jahresexport ungefähr 3,000.000 Kisten erreichen. Die gesamte Weltproduktion von Grapefruit wird auf ungefähr 18,000.000 Kisten geschätzt, von denen lö1/? Millionen auf die Vereinigten Staaten entfallen. Die Ernte der Vereinigten Staaten in 1933/34 wird auf etwas über 13,000.000 Kisten geschätzt, die von 1935/36 auf 30^000.000 Kisten. Die fruchttragende Fläche in den Vereinigten Staaten betrug im Jahre 1932 500.000 Dunam, die noch nicht fraehttragende 348.600 Dunam, gegenüber 485.000 und 316.000 im Jahre 1931. Der gesamte Weltexport erreichte 3,000.000 Kisten, davon die Hälfte aus den Vereinigten Staaten. Der Export aus den Vereinigten Staaten wuchs von 680.000 Kisten in 1923 auf 1,024.400 Kisten in 1932 (1,341.000 Kisten in 1931); Kanada und