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Palästina · 1934-08-01 · Heft 8-9 (August 1934) · p. Seite 317

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 8-9 (August 1934)
Article
Die Zitrus-Industrie in Palästina
Date
1934-08-01
Page
Seite 317 (sequence 3)
Language
German
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Ertrag. 317 Die Produktionskosten hängen vom. Ertrag per Baum oder Dunam ab', von den Bearbeitungskosten und der Höhe des investierten Kapitals. Ein Durchschnittsertrag von B71/2 Kisten per Dunam wird in Südafrika als; gut betrachtet, in Kalifornien gelten Ernten von 50 bis 55 Kisten als zufriedenstellend, in Florida bezeichnet man ein Ergebnis von 621/2 Kisten je Dunam als hervorragend. In Palästina gilt ein Jahresdurchschnitt von 75 Kisten je Dunam als ünr profitabel. Der Durdischnittsertrag der meisten Gärten in jüdischem Besitz ist 100 bis 1121/2 Kisten. Bei einem Sinken des Preises pro gepackte Kiste am Baum auf 3 Shilling oder darunter werden Gärten, die weniger als 125 Kisten« bringen, voraussichtlich unprofitabel werden. 25 Bäume auf einen Dunam wer-» den in Südafrika und Kalifornien als überpflanzt betrachtet, während in Palästina 45 bis 50 Bäume je Dunam eine Neuerung darstellen. Zwei gepackte Kisten je Baum ist das Minimum für eine profitable Orangenwirtschaft in Südafrika und Kalifornien. Der Durchschnittsertrag in Palästina ist immer; noch viel kleiner. Man hat aber bis jetzt noch nicht genügend Ziffern, um endgültig zu entscheiden, welches der beiden Systeme, auf die Länge der Zeit betrachtet, für Palästina profitlicher ist: das kalifornische der weiten oder das alte palästinensische der engen Pflanzung. Genaue Daten über die jährlichen Produktionskosten der palästinensischen ZitrUmpflanzung sind nur von einer geringen Zahl jüdischer Gärten erhältlich!,, die auf Lohnarbeit, jüdischer oder gemischter, aufgebaut sind. Ein Vergleich} mit anderen Ländern ist besonders auch deshalb schwierig zu ziehen, weil die palästinensischen Kostenberechnungen keine Verzinsung des investierten Kapitals und keine Amortisation vorsehen. Dazu kommt, daß in den Vereinigter! Staaten und in Südafrika zentrale Packhäuser die Regel sind, während in Palästina nur etwa 5 o/o der Früchte auf diese Weise gepackt werden Und sogar nur 2o/o in zentralen, maschinell arbeitenden Packhäusern. ö1/^ Pfund je Dunam und 2/- sh Je Kiste am Baum gelten in Südafrika tala die Durchschnittskosten (bis zur Ernte). 21/2 Pfund je Dunam und 1/6 je Kiste! in Nyassaland, Spanien tind Italien. 9x/2 Pfund je Dunam und 4/- sh je Kiste in den Vereinigten Staaten 10 bis 121/2 Pfund je Dunam und 2 bis 2/3 je Kiste am Baum in Palästina. Bei jüdischen Gärten mit Lohnarbeit, entweder mit ausschließlich jüdischer oder gemischter, mit vorwiegend jüdischer Arbeit beträgt der Anteil des Lohnes an den Jahreskosten einer Anlage 50o/o, in Amerika und Südafrika 40 o/o oder noch weniger. Es ist die fast einmütige Ueberzeugung aller Zitrusexperten, die Palästina besucht haben, daß es sowohl erwünscht, wie möglich ist, die Jahresunkosten zu verringern und mechanisierte Arbeit einzuführen, wie z. B. kleine Traktoren und mechanisch« Pflüge. Allerdings haben diejenigen, die behaupten, daß mit einer rationelleren Bearbeitung der Gärten die Möglichkeit einer Reduktion der Unkosten um 25o/o besteht, ohne zu einer Lohnverminderung oder der verstärkten Vierwendung billiger Arbeit in den jüdischen Gärten kommen zu müssen, nicht die Kosten für Bespritzen und Räucherns in Betracht gezogen (1,50 Pfund je Dunam oder 1/- sh je Kiste am Baum). Der Entomologist der Regierung schätzt,, daß die Hälfte der Bäume im Sharon mit der roten Schüdlaua infiziert sind und darum bespritzt oder beräuchert werden müssen.

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