Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 8-9 (August 1934)
- Article
- Die Zitrus-Industrie in Palästina
- Date
- 1934-08-01
- Page
- Seite 318 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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318 Tabelle 2. Kosten je Kiste Orangen (70 lbs) bis zum englischen Hafen. (In englischen Shilling und Pence.) Palästina (nur jüd. Gärten Kalifornien Brasilien Nyassa S.-Afrika 3. Serie 2. Sorte 3. Sorte Bearbeitung (bis Pflücken) 1/6 2/- 2/3 2/- 1/9 Pflücken und Packen (inkl. Material und Arbeit) 9/3 6/6 Transportspesen 5/- 3/9 3/6 3/- Seefrachta) inkl. Versicherung 6/6 3/6 3/9 9/6—10/6 1/2 1/2 1/2 Verkaufsspesen 2/- 1/6 1/6 2/- 1/9 1/9 Zoll b) 2/-_2/6 Frei Frei 1/-2/6 1/-2/6 1/-2/6 Insgesamt 18/- 17/- 11/9 11/6-12/6 10/2 9/5 8/8 11/8 10/11 10/2 a) Die Frachtkosten für 100 lbs. in cents vom Abfahrtshafen bis Liverpool betragen: Von Cents Valencia 29 Jaffa 64 Los Angeles 128 Jaeksonville, Florida 111 Havanna 150 San Juana, Portoricio 156 Noeva Guina (Isle of Pines) 188 Capetown 80 New York City 111 b) Vom 1 Dezember bis 1. April 10o/o ad valorem, sonst 3/6 per ewt. Bei Beurteilung dieser Tabelle ist in Betracht zu ziehen die Verschiedenheit;a) der Arbeitsbedingungen in den einzelnen Ländern, b) der Verkaufsmetho-* den. (In den Vereinigten Staaten und Südafrika werden 80 o/o der Ernte durch eine einzige Verkaufsstelle verkauft, während in Palästina 70 o/o der Frucht am Baum ait die Händler verkauft wird), c) der Verpackungsmethoden, d) der Entfernung der Produktionsstätte zum Verschiffungshafen und von diesem zum Bestimmungshafen. Palästina hat den großen Vorzug einer Entfernung von durchschnittlich weniger als 20 Meilen der meisten seirier Produktionsstätteif zu den Verschiffungshäfen. Wenn die Regierung es als ihre Pflicht betrachten würde, die Zitrussiedlungen mit den Hauptverkehrsstraßen zu verbinden, könnten die internen Transportspesen weiter ermäßigt werden. Die Schiffs»? fr acht, sh je Kistt könnte verbilligt werden, wenn auf der einen Seite eine Verständigung, wenn nicht Vereinigung, zwischen den Exporteuren erzielt werden könnte und auf der anderen Seite Kooperativen und andere1 Exporteure aufhörten, gleichzeitig Schiffsagenten zu sein. Es gibt Stimmen, daß ein Frachtsatz von 1/« sh nicht übertrieben wäre, wenn die Schiffsgesellschaften bessere und schnellere Schiffe zur Verfügung stellen und ihnen erlauben würden, Häfen anzulaufen, die die Exporteure bestimmen könnten, statt solcher, die nach dem Interesse der Schiffsgesellschaften aufgesucht werden. Eine •schneller und wirksamer arbeitende zentralisierte Hafenverwaltung und eine bessere Verständigung zwischen der Eisenbahn, den Hafenbehörden und den Exporteuren sind Bedingungen sine qua non nicht nur für eine Verminderungi der Handlungsunkosten, sondern auch für die Ausfuhr vergrößerter Ernten.