Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 8-9 (August 1934)
- Article
- Die Zitrus-Industrie in Palästina
- Date
- 1934-08-01
- Page
- Seite 316 (sequence 2)
- Language
- German
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bis 20.000 von Juden), ist das auf den Arbeitermangel und auf die Schwierigkeit zurückzuführen, Eigentumstitel für den bereits erworbenen und bezahlten Boden zu bekommen;. Der augenblicklich übersteigerte Preis von Zitrtisböden (30 Pfund und höher im Umkreis von 5 km von bestehenden Zitrus* Siedlungen) und die gesteigerten Anpflanzungskosten bilden keine absehreckenden Faktoren. Die Pflege eines: Dunams Zitrusboden bis zur Fruchtreife kostet jetzt in Palästina ca. 50 bis 60 Pfund, in Nyassaland, Spanien und Italien 12V2 Pfund; ca. 25 Pfund in Südafrika und ca. 50 Pfund in Kalifornien. Ein 10 Jahre alter Garten kann augenblicklich in Florida zum Preise von 50 bis; 55 Pfund erworben werden, während in Palästina zur Zeit ein acht Jahre alter Garten 150 Pfund je Dunam und ein sechs Jahre alter Garten 120 Pfuiid je Dunam kostet. Ernten. Während der Saison 1933/34 exportierte Palästina 5,414.027 Kisten Zitrusfrüchte, darunter 350.000 Grapefruit und 14.200 Zitronen. Dies ist ungefähr eine Million Kisten mehr als im Vorjahre und zwei Millionen mehr als in dei* Saison 1931/32. Für 1934/35 kann mit einer Ernte von ungefähr 61/2 Millionen Kisten und für 1938/39 mit einer solchen von 10 Millionen Kisten gerechnet werden. Palästinas Anteil am internationalen Oranjgenexport ist von weniger als 50/0 im Jahre 1931 auf über 12o/0 im Jahre 1933 gestiegen und der am Winterorangenexport (November bis Mai) von 8 0/0 auf über 16 0/0. Da es ungünstigen klimatischen Bedingungen, insbesondere Frost, weniger ausgesetzt ist, als seine Hauptkonkurrenten Spanien oder Italien, ist in Palästina das Verhältnis der Größe der Ernte zu dem der bepflanzten Fläche weniger als anderswo einem Wechsel ausgesetzt. Und da i,n Palästina die Fläche der noch nicht Frucht tragenden Gärten weit größer ist, sowohl absolut wie relativ, als in Spanien oder Italien, wird der Anteil des palästinensischen Orangenexp ortest an dem Gesamtexport von Winterorangen in den nächsten zehn Jahren voraussichtlich weiter anwachsen. Zudem exportiert Palästina infolge seiner verhältnismäßigen kleinen Bevölkerungsziffer einen größeren Prozentsatz seiner gesamten Orangenernte als andere Orangen-Produktionsländer. Tabelle 1. Produktion und Export von Orangen in verschiedenen Ländern. Jahr Export 0/0 seiner Kisten Ges.-Produktion Konkurrenzländer Palästinas Spanien 1932—33 28,500.000 83 Italien 1933 4,000.000 40 Palästina 1933 4,200.000 85 Palästina nicht konkurrierende Länder Brasilien 1933 2,600.000 40 Südafrika 1932 2,000.000 50 Paraguay 1933 445.000 40 Vereinigte Staaten 1932—33 3,129.000 6