Mannheim
Compact Memory

Palästina · 1934-08-01 · Heft 8-9 (August 1934) · p. Seite 313

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 8-9 (August 1934)
Article
Das Land der Gärten
Date
1934-08-01
Page
Seite 313 (sequence 9)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2379786-2379916-2379922-2401412--17945-2401756
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

setze zum Schutz der Bäume gegen wandernde Hirten und ihre 3X3 Herden erlassen. Viele Waldflächen wurden von der Regierung zu Waldreservaten erklärt und jeder, der sie betritt, um Holz zu fällen oder Vieh zu weiden, wird bestraft. So werden die Reste der alten Wälder vor der Vernichtung bewahrt; hier werden die Bäume wachsen und in Zukunft einen wirklichen Wald bilden. Neben dem Schutz, den die Regierung den alten Wäldern angedeihen ließ, begann sie auch, neue Wälder zu pflanzen: Auf den Bergen in der Umgebung von Jerusalem, Nazareth, Tiberias, und auf den Dünen von Gaza. Sie schuf Baumschulen, wo Setzlinge für Waldbäume gezüchtet und zur Anpflanzung geliefert werden. Die Fläche, die von der Regierung mit Waldbäumen bepflanzt wurde, beträgt ungefähr 9000 Dunam. Die Zionistische Organisation, die sich mit der Besiedlung des Landes befaßt, hat einen Teil ihrer Mittel der Aufforstung gewidmet, die durch den Keren Kajemeth und die jüdischen Siedler durchgeführt wird. In der jüdischen landwirtschaftlichen Kolonisation, die nach der britischen Eroberung im Emek Israel und in Judäa mit den Mitteln des Keren Hajessod geschaffen worden ist, wurde eingeführt, daß jeder Siedler eine bestimmte Fläche seines Bodens, den er von Keren Kajemeth pachtete, meistens 3 bis 4 Dunam, für die Pflanzung eines Haines bestimmt und darauf 4 bis 5000 Waldbäume pflanzt. Und so vermehrte sich der Wald in Palästina um eine Fläche von ca. 3000 Dunam. Zusammen mit den Wäldern, die durch die Juden in den alten Siedlungen gepflanzt worden waren, macht die bewaldete Fläche 8000 Dunam aus. Auch die „Pica" widmet einen Teil ihrer Tätigkeit dem Werk der Aufforstung, hauptsächlich durch Pflanzung von Eukalyptusbäumen in den Kabbara-Sümpfen und auf den Dünen am Meeresufer zwischen Caesarea und der Siedlung Benjamina. Die neuen Waldflächen, die der Pica gehören, betragen ca. 5000 Dunam. Am meisten befaßt sich der Keren Kajemeth mit der Aufforstung. Er hat für dieses Werk die Mittel der „Baumspende" bestimmt. Dieser Fonds wurde bereits vor dem Krieg für die Pflanzung des Herzlwaldes geschaffen. Der Keren Kajemeth verfolgt in der Aufforstungsarbeit den Zweck, jene Bodenflächen aufzuforsten, die für die Besiedlung ungeeignet sind, z. B. felsige Höhen. Mit den Mitteln der Baumspende werden neben verschiedenen Siedlungspunkten auf Keren Kajemeth-Boden neue Wälder und Haine gepflanzt, die den Gesamtnamen „Herzlwald" führen und in ihren

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.