Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 8-9 (August 1934)
- Article
- Das Land der Gärten
- Date
- 1934-08-01
- Page
- Seite 314 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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314 v^schi^enCTi Teilen dem Andenken von Persönlichkeiten oder großen Gemeinschaften gewidmet sind. Zu diesem Zweck werden „Wälder" mit 10.000 Bäumen, „Haine" mit 1000 Bäumen und „Gärten" mit 100 Bäumen angelegt. Der Boden auf dem der Keren Kajemeth die Wälder pflanzt ist, wie erwähnt, zum größten Teil Felsboden. Die Wahl der Bäume ist vom Charakter des Ortes abhängig, wo sie gepflanzt werden, es sind z. B. die Jerusalemfichte, die Steinfichte, die Zypresse, die Akazie u. a. Fichtenwälder mit zehntausenden von Bäumen sind in Chol da, Ben Schemen auf den Bergen von Gingar und Nahalal gepflanzt. In Gingar pflanzt man den Balfour-Wald, der hunderttausende Waldbäume zählt. Einschließlich der Pflanzungsarbeit im Jahre 1934 hat der Keren Kajemeth schon Wälder auf einer Fläche von 6900 Dunam gepflanzt. Die Zahl der von ihm gepflanzten Bäume beträgt 1,470.000. Außer der Pflanzung neuer Bäume, befaßt sich der KKL. mit den Waldresten, die beim Erwerb der Böden von Nahalal, Charbadsch usw. in seinen Besitz fielen. Diese Waldreste bedecken eine Fläche von ca. 17.000 Dunam. Die Fläche des dem KKL. gehörigen Waldbodens beträgt 40.000 Dunam. das sind 11,8% seines Besitzes an landwirtschaftlichem Boden, der heute ca. 339.000 Dunam beträgt, indes von der ganzen kultivierbaren Fläche Palästinas 25% auf Waldboden entfallen. Fast 24.000 Dunam von der Fläche des Waldbodens tragen bereits Wald, und zwar sind 17.000 Dunam davon Waldreste und 6900 Dunam neue Wälder. Es sind also 59,75% des dem KKL. gehörigen Waldbodens aufgeforstet, resp 7o/o seines gesamten Bodens. Im Vergleich mit dem Prozentsatz von Wald im ganzen Land, hat der KKL. am meisten geleistet, aber das genügt nicht, denn auch der restliche Waldboden, ca. 15.000 Dunam, harrt der Erlösung durch die Pflanzung von Wäldern. Wenn wir die oben gegebenen Ziffern zusammenfassen, finden wir, daß von der Gesamtfläche von über 12 Millionen Dunam, die in Zisjordanien mit Ausschluß des Negew kulturfähig sind, zirka neun Millionen mit Obstbäumen zu bepflanzen wären, d. h. ca. drei Viertel der Fläche wird einst mit fruchttragenden Bäumen bedeckt sein, und wenn auch jene Flächen, die zur Aufforstung geeignet sind, bewaldet sein werden, wird unser Land wirklich ein Land der Gärten sein.