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Palästina · 1934-08-01 · Heft 8-9 (August 1934) · p. Seite 312

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 8-9 (August 1934)
Article
Das Land der Gärten
Date
1934-08-01
Page
Seite 312 (sequence 8)
Language
German
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3X2 Abhängen und Höhen in der Gebirgszone zu ermöglichen, müßten die nicht terassierten Hänge aufgeforstet werden, damit die Waldhäume das Regenwasser daran hindern, die Erde der obersten Schicht mit sich zu reißen. Der Negew (Süddistrikt) muß, damit Kulturmenschen dort Kultivation treiben können, genügend aufgeforstet werden, dann werden die Wälder die Winde aufhalten die heute dort frei wehen, Staubwolken aufwirbeln und Pflanzen und Tiere versengen. Auch die Dünen des Meeres müssen durch Aufforstung zurückgehalten werden, damit sie nicht weiterwandern und Bodenflächen bedecken, die zur Bebauung geeignet oder gar bereits bebaut sind. Die öden und nackten Flächen, die nach dem Waldbaum verlangen, um sie zu schützen, sind recht ausgedehnt. In meiner Broschüre „Der Wald in Palästina"*) habe ich festgestellt, daß der Waldboden ein Flächenausmaß von 3,600.000 Dunam hat. Ca. 750.000 Dunam davon sind mit Resten alter Wälder bedeckt, ungefähr 30.000 Dunam werden jetzt von neuem bepflanzt. Es ergibt sich daraus, daß eine weite Fläche von 2,830.000 Dunam noch der Aufforstung harrt.Vor 50 Jahren, als die jüdischen Landwirte begannen, sich in Palästina anzusiedeln, war die rationelle Waldpflege im Lande gänzlich unbekannt, mehr noch: die arabische Bevölkerung und auch die türkischen Regierungsbeamten rotteten »die Wälder aus und fällten mitleidslos die Bäume. Die jüdischen Landwirte brachten aus Europa die Liebe zum Waldbaum mit. In ihren Kolonien bestimmten sie gewisse Flächen für die Pflanzung von öffentlichen und privaten Hainen. Später, als sie gegen die Malaria zu kämpfen hatten, die aus den Sümpfen Chederas und Petach Tikwahs stieg, pflanzten sie zur Entsumpfung Eukalyptusbäume, um diese Krankheit zu bekämpfen. Auch die deutschen Landwirte trugen zu diesem Werk etwas bei, indem sie begannen, an den Hängen des Karmel aufzuforsten; ferner wendeten sie ihre Pflege den Waldresten zu, die sie mit dem Boden ihrer Kolonien Waldheim und Bethlehem (bei Haifa) erworben hatten. Besonders interessierte sich die englische Regierung gleich nach Beendigung des Krieges für die Aufforstung. Sie wußte, im Gegensatz zu ihrer türkischen Vorgängerin, die Bedeutung des Waldes für das Land wohl zu schätzen. Kaum hatte sie begonnen, im eroberten Lande Ordnung zu machen, so sah sie es als eine ihrer ersten Aufgaben an, die Reste der alten Wälder zu schützen und an Oedstellen neue anzupflanzen. Es wurden Ge- *) Wir haben einen Auszug aus dieser Broschüre im Jahrgang 1929, Heft 7/9 veröffentlicht — Anm. d. Red.

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