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Palästina · 1934-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1934) · p. Seite 242

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 6-7 (Juni 1934)
Article
Das Konjunkturrätsel in Palästina
Date
1934-06-01
Page
Seite 242 (sequence 10)
Language
German
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242 ^en au^ Rohmaterialien für hier veredelte undj r©exportierte Ware rückzuerstatten. Eine Uebersicht über die Probleme der Industrialisierung führt uns zu nachstehenden Folgerungen in bezug auf ihre Aussichten: Die Industrialisierung Palästinas ist möglich, wenn die Immigration, die Kapital und Facharbeiter ins Land bringt, andauert, und wenn diese Einwände» rung die Investitionen in optimalen Proportionen unjd in ider jetzigen Reihenfolge fortsetzt: Bau, Plantagen, Industrie, gemischte Landwirtschaft. Der innere Markt des Landes muß in noch .schnellerem Tempo sich erweitern wenn der Lebensstandard der Masse der Fellachen gehoben wird. Von diesem Standpunkt aus haben die Reduzierung der Steuerlasten, die den Fellachen bedrücken, die Agrarreform, die Intensivierung und Entwicklung seiner Wirtschaft, billiger Kredit durch Kredit-Kooperativen etc. großen Wert. Für die Entwicklung der Industrie sind gewisse Aenderungen des Zolltarifes, eine Verlängerung des Zollabkommens mit Syrien und sein Ausbau sowie eine ähnliche Vereinbarung mit Irak notwendig. Trotz aller Bedeutung der Industrialisierung soll jedoch nicht vergessen werden, daß die Plantagenwirtschaft auch heute noch das Rückgrat der palästinensischen Wirtschaft bildet. Nicht nur arbeitet ein Teil der Industrie für sie, nicht nur bilden die Zitrusfrüchte den größten Teil des palästinensischen Exportes, sondern die Plantagenwirtschaft dient 'auch als ein Sicherheitsventil für die palästinensische Wirtschaft überhaupt, obwohl der Wert ihrer Produktion nicht mehr als ein Viertel der Gesamtproduktion des Landes ausmacht. Um den Charakter der palästinensischen Wirtschaft zu erkennen, lohnt es sich, die Proportionen der Produktion der verschiedenen Zweige nach ihrem Werte zu schätzen. Selbstverständlich wird eine jede solche Schätzung auf ungefähren Berechnungen in allgemeinen Umrissen aufgebaut sein. Es soll auch nicht vergessen werden, daß der Anteil der importierten Rohmaterialien an der Produktion der einzelnen Wirtschaftszweige nicht gleich ist. Trotz all dieser Vorbehalte kann uns jedoch eine solche Schätzung als Schlüssel für das Verständnis einiger Erscheinungen der palästinensischen Wirtschaft dienen. Wir haben es mit vier Produktionszweigen zu tun (jüdische und arabische): Die Plantagenwirtschaft, die Industrie, die gemischte Landwirtschaft, das Baugewerbe. Die geschätzten Werte betragen: Industrielle Produktionen 31/2—4 Millionen Pfund, Plantagenwirtschaft 21/2 Millionen Pfund, gemischte Landwirtschaft 8Va Millionen Pfund, des Baugewerbes (1933) S1/2~4 Millionen Pfund. Warum hat die Plantagenwirtschaft eine so entscheidende Bedeutung, wenn der Wert ihrer Produktion nur ein Viertel des Wertes der Gesamtproduktion ausmacht? Darauf ist zu sagen: Die palästinensische Industrie arbeitet in ihrer großen Mehrheit für den inneren Markt, weniger als 10 0/0 werden ins Ausland exportiert. Die gemischte Landwirtschaft arbeitet fast ausschließlich, für den inneren Markt. Das Baugewerbe hängt von der Einwanderung von Menschen und vom Kapitalimport ab. Die Plantagenwirtschaft allein gibt ein

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