Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 4-5 (April 1934)
- Article
- Die Obstbaumzucht
- Date
- 1934-04-01
- Page
- Seite 177 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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- Safed 1× ep/1046078
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zu züchten, die in den Monaten Oktober-November reifen. Auch für diese ist die Nachfrage groß, besonders in Aegypten. Der Ma/ndelbaum. Es gibt heute nur mehr 10.000 Dunam, die mit Mandelbäumen bepflanzt sind. Die Gründe für die Verdrängung des Mandelbaumes sind die Mandelbohrer (Kapnodis carbonaria), die niederen Preise und der Siegeszug der Zitrusfrucht. Die Kapnodis zerstört nicht nur die Mandelbaumpflanzungen sondern auch andere Obstkulturen 1). Der Kampf gegen das Insekt ist schwer. Es ist möglich, es zu zerstören^ doch ist das. sehr kostspielig. Erst in der letzten Zeit wurde} ein neues Mittel der Bekämpfung gefunden, nämlich eine immune Unterlage; so haben wir auch die Philoxera des Weinstockes mit der amerikanischen Unterlage bekämpft. Wir haben nämlich in den Wäldern von Safed zwischen Bäumen, diej von der Kapnodis befallen waren, auch wilde, bittere Mandelbäume gefunden, die dagegen; immun waren. Die Versuche, die seit zwe£ Jahren mit diesen Unterlagen gemacht werden, geben die Hoffnung, daß hier eine immune Unterlage gefunden ist, die vielleicht für die leichten Böden geeignet sein wird. Aber die Unterlage allein bringt nicht die Lösung der Frage. Es handelt sich auch darum, bessere Sorten einzuführen, als diej bisher gepflanzten, die viele Fehler aufweisen: Ihre Farbe ist nicht schön, ihr Preis dementsprechend geringer als der der spanischen Mandeln. Die Erfahrung hat uns aber bewiesen, daß auch hier im Lande bessere Qualitäten erzielt werden können und daß die Mühe sich lohnen wird. Die Olive. Das Pflanzen von Olivenbäumen haben wir mit der Begründung aufgegeben, daß die Olivenlesei zu kostspielig sei. Die Olivenpflanzungen,, die ca. 300.000 Dunam bedecken, sind nahezu ausschließlich in arabischem Besitz. Die Oliven im Lande sind größtenteils solche für Oelgewinnung, und solange Aegypten palästinensische Seife importierte, dehnten sich die Olivenpflanzungen aus. In letzterer Zeit hat Aegypten aber begonnen, selbst Seifen aus im Lande gewonnenen Fetten zu produzieren und demzufolge ist diese Sorte von Olivenbäumen im Wert gesunken. An ihrer Stelle können andere Sorten gepflanzt werden, deren Früchte sich zur Konservierung eignen. Diesbezügliche Versuche werden jetzt gemacht. Die Banane. Der Zustand ist höchst armselig und unbefriedigend. Von ca. 4000 Dunam, die vor einigen Jahren1 mit Bananen bepflanzt waren, sind! nur 1600 (im Distrikt Tiberias und in Jericho) übrig geblieben — obwohl die Nachfrage nach dieser Frucht im Lande groß ist. Es ist klarf, daß dieser Zweig„ der hauptsächlich durch die Winde geschädigt wird, nicht vernachlässigt werden darf. Die Feige. Obwohl im Lande 30.000 Dunam mit Feigen bepflanzt sind, werden getrocknete Feigen in steigenden Mengen aus dem Ausland importiert. Die inländische Feige eignet sich hauptsächlich für den frischen Konsum, doch köcnnen in den Bergen Sorten gezogen werden, die sich füjr d/äs Trocknen gut eignen. Die Pflaume. Obwohl sie im Lande erwiesenermaßen gut gedeiht, steigt der Import. Die Erfahrung hat ergeben, daß dfLe Frucht im frischen Zustand den Transport gut verträgt, und) daß sie sich auch gut konsenvieren *) Der eben erschienene Bericht des Landwirtschaftsdepartements gibt aaj daß 1932 ca. 8400 Bäume (Mandeln und Aprikosen) durch Kapnodis zerstört wurden. — Die Red.