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Palästina · 1934-04-01 · Heft 4-5 (April 1934) · p. Seite 163

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 4-5 (April 1934)
Article
Zur Lage der palästinensischen Eisenwirtschaft
Date
1934-04-01
Page
Seite 163 (sequence 6)
Language
German
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sprechen will. Immerhin verlohnt es durchaus, auch! in diese* Hinsicht stets J{j3 alle Möglichkeiten zu beobachten und zu registrieren. Eng im Zusammenhang mit der Entwicklung unserer Eisenwirtschaft steht die oben bereits kurz angedeutete Frage des Eisenschutzes vor der Korrosion und die Verhinderung der hierdurch in unserer ohnehin noch sehr knappen) Eisenbilanz entstehenden unverhältnismäßig großen Verluste. Ein solcher Korrosions- und Rostschutz kann bekanntlich auf sehr verschiedenen Wegen erfolgen. Grundsätzlich sind zwei Wege gegeben, nämlich einmal die Auftragung von schützenden chemischen Verbindungen („Farben"), zweitens die Belegung des Eisens mit anderen Metallen von stärkerer Rostbeständigkeit. Die ganze große Industrie der Galvanotechnik und des Metallplattierens steht im Dienste des Rostschutzes, ebenso wie der wichtige Zweig der chemischen Industrie, der Rostschutzfarben liefert. In bezug auf galvanotechnische Metallschutzanlagen haben wir im Lande bereits eine Reihe von Ansätzen zu verzeichnen. Es gibt einige kleinere und mittlere Betriebe, die sich hiermit befassen, freilich geschieht das bisher nicht in allen Fällen auf sehr fachmännische Weise. Aber das sind Dinge, die sich lernen lassen, besonders dann, wenn entsprechende Lehrkräfte im Lande sind, wie das erfreulicherweise jetzt der Fall ist. Im Interesse unserer eisenwirtschaftlichen Entwicklung wäre jedenfalls der Gedanke zu erwägen, ob nicht eine bestimmte Stelle geschaffen werden könnte, die sich speziell der Aufgabe des Metallschutzes widmet. Man soll die ökonomische Bedeutung einer solchen Tätigkeit nicht unterschätzen. Sie liegt nicht nur darin, daß industrielle Anlagen einen solchen Rostschutz mit systematischer Pflege nötig haben. Auch gerade der mit knappen Mitteln arbeitende Bauer und die Kwuzah müssen in dieser Hinsicht; beraten und unterstutzt werden. Es ist schließlich für jeden landwirtschaftlichen« Betrieb eine außerordentlich wichtige Frage, wie schnell beispielsweise seine Bewässerungspumpe durchrostet, wie lange sein Wasserturm hält etc. Gerade -das palästinensische Klima verkürzt, worauf ich büjer bereits vor einiger Zeit hinwies, die Lebensdauer des Eisens gegenüber dem europäischen. Eine exakte theoretische Untersuchung dieser Einwirkungen ist mir nicht bekannt. Aber es handelt sich vor allem darum, daß rein praktisch der Eisenverschwendung ■durch mangelnden Rostschutz ein Ende gemacht wird. Das ist eine Aufgabe von eminent volkswirtschaftlicher Bedeutung. Ich glaube damit die eisenwirtschäftliche Situation des Landes von innen her gesehen, einigermaßen deutlich umrissen zu haben. Aber es scheint mir notwendig zu sein, daneben auch auf die äußere Lage unserer Eigenwirtschaft} hinzuweisen, auf ihren Zusammenhang mit der Weltwirtschaft. In dieser Hinsicht mag zunächst einmal die zollpolitische Situation kurz dargestellt werden. Unser Tarif hat die folgenden spezifischem Zölle in den wichtigsten Eisenpositionen: Position 139. Stabeisen, Knüppel und Winkeleisen .... 0,80 Mil je kg „ 140. Schwarzbleche und Platten, plan und gewellt . 1,00 „ „ „ „ 141. Verzinkte Bleche und Platten, ebenfalls plan oder gewellt . . . 2,00 „ „ & „ 143. Träger aus Eisen oder Stahl.......0,50 ,, „ „ „ 220. Gußrohre...............1,00 „ „ „ „ 221. Andere Eisenrohre............3,00 „ „ „

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