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Palästina · 1934-04-01 · Heft 4-5 (April 1934) · p. Seite 151

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Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 4-5 (April 1934)
Article
Das Tal Sebulon ("Emek Sewulun" - "Haifa-Bay")
Date
1934-04-01
Page
Seite 151 (sequence 19)
Language
German
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gehalten hat. Nach Schilderung der vom Keren Kajemeth auf dem Boden der Haifa-Bay geleisteten Arbeit sprach er wie; folgt über: >ie bodenpolitische Bedeutung der Haifa-Bay. Die große Bedeutung des Haifa-Bay-Geländes liegt auf dem Gebiete der Bodenpolitik, denn hier wurde dem Keren Kajemeth zum erstenmal die Möglichkeit gegeben, die Prinzipien einer groß angelegten und zielbewußten städtischen Bodenpolitik in die Tat umzusetzen. Alle sonstigen bisherigen Bodenerwerbungen des Keren Kajemeth in der Stadt können keinesfalls als bodenpolitisch zweckmäßig angesprochen werden. Bodenpolitik bedeutet unter anderem die Möglichkeit, eine übertriebene, in den wirtschaftlichen Tatsachen nicht begründete Steigerung der Bodenpreise und damit das Auftreten einer Bodenspekulation zu verhindern. Das kann nicht durch den Erwerb von kleinen Flächen erreicht werden, wie dies bis jetzt durch den Keren Kajemethl in den Städten Palästinas geschah. Weder in Tel-Aviv noch in Haifa waren diese vereinzeinten Inseln nationalen Bodens inmitten eines Meeres von privatem Boden imstande, die üblen Erscheinungen auf dem Gebiete des Bodengeschäftes zu verlhindern, die die Hochkonjunktur in Palästina mit sich gebracht hat. Alle bisherigen Bodenerwerbungen des Keren Kajemeth in Tel- Aviv und Haifa waren zufälliger Natur und nicht aus Erwägungen einer, zielbewußten städtischen Bodenpolitik heraus getätigt worden, sondern infolge! besonderer Umstände, sei es, um den Opfern der Ueberfälle in Jaffa von 1920 Bauparzellen zu geben, sei es um die in tiefste Not geratenen privaten Käufer kleinerer Flächen im Norden von Tel-Aviv zu retten. Diese Inseln nationalen Bodens konnten nicht nur das Auftreten der Preissteigerung und der Bodenspekulation nicht verhüten, sondern sie wurden, was nolch schlimmer ist, in den Strudel mit hineingezogen, und es spielten sich aui den Boden des Keren Kajemeth dieselben Vorgänge ab wie auf privaten Grundstücken. An Stelle des Eigentums wurde hier das Pachtrecht zu übertriebenen Preisen verkauft, undj damit hatte die Bodenspekulation auch auf den Böden des Keren Kajemeth' ihren Einzug gehalten. Die letztere Ursache lag wobl darin, dajß der Kereri Kajemeth' den großen Anforderungen um Ueberlassung von Boden gegenüber1 nichts zu bieten hatte. Die paar Grundstücke, die er an den einzelnen Orten besitzt, waren schnell vergeben, und in der Umgebung war nichts mehr vorhanden. Eine städtische — ja vielleicht überhaupt jede Bodenpolitik hat aber zu ihrer wichtigsten Voraussetzung das Vorhandensein einer großen Bodenreserve, d. h. eines Areals, das im Bedarfsfalle den Siedlungskani'didaten zurj Verfügung gestellt werden kann. Wenn man Boden des Keren Kajemeth zu günstigen Pachtbedingungen haben kann, wird es niemandem einfallen, einen höheren Preis für das Pachtrecht bei Uebernahme eines Grundstückes zu bieten. Auf diese Weise ist die Möglichkeit einer Niedrighaltung der Bodenpreise und das Verhindern eines Auftretens der Bodenspekulation gegebene Diese Voraussetzungen sind in einer unübertrefflichen Weise im Gelände der Haifa-Bay gegeben. Beide Zonen — sowojhl das Industrieals auch das? Wohngebiet — haben ungemein weite, fast könnte man sagen: unerschöpfliche Ausdehnungsmöglichkeiten. Nach Osten hin, wo der Keren Kajemeth! eine einheitliche, in viele Tausende von Dunam gehende laudwktschaftEche Fläche besitzt; die Wohnviertelzone nach Norden hin, wo der Keren Kajemeth ebenfalls nach Norden und Osten, bis zum Naamanfluß hin, Boden in Eigentum

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