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Palästina · 1934-04-01 · Heft 4-5 (April 1934) · p. Seite 149

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 4-5 (April 1934)
Article
Das Tal Sebulon ("Emek Sewulun" - "Haifa-Bay")
Date
1934-04-01
Page
Seite 149 (sequence 17)
Language
German
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Auch im Industriegürtel beginnt es sich zu regen. Unternehmer ]|_49 von größeren und mittleren Industrien wenden sich an den Keren Kajemeth mit der Forderung, er möge ihnen Bauplätze für die Errichtung von Industrien verpachten. Teils sind es Leute, die seit langem im Lande leben, ihre Industrie auf gepachtetem Boden aufgebaut haben und die nun ihr Unternehmen vergrößern wollen, wozu es ihnen innerhalb der Stadt an Platz fehlt, teils sind es Leute vom Auslande, die zehntausende Pfunde investieren wollen, und für diese ist, nach ihren eigenen Worten, der Boden des Keren Kajemeth der Rettungsanker. Die meisten dieser Industrieunternehmungen brauchen Bauplätze im Ausmaße von 5—10 Dunam und wenn sie diese in Tel-Aviv oder Haifa kaufen müßten, so hätten sie einen bedeutenden Teil ihres Vermögens dadurch festgelegt, denn ein Dunam kostet 200—600 pal. Pfund. Das würde eine so große Verminderung ihres flüssigen Vermögens bedeuten, daß die Basis ihrer Industriegründung vielfach gefährdet wäre. Dadurch, daß sie den Boden des Keren Kajemeth pachten, können sie ihr Geld für den Aufbau und Ausbau des Industrieunternehmens verwenden, ohne Darlehen zu hohem Zinsfuß aufnehmen zu müssen. Denn der Pachtzins, der dem Keren Kajemeth für den Grund bezahlt wird, ist nicht hoch: er beträgt 4 o/o des Wertes der Böden* was nicht viel ist, selbst wenn der Baugrund im Werte .steigt. Bisher wurden 60 Bauplätze, insgesamt 200 Dunam, an 60 Fabriken verpachtet; einige dieser Fabriken sind vollendet und arbeiten bereits; der größere Teil wird die Arbeit in Kürze aufnehmen. Wir sehen daraus, daß dieser Reserveboden der Haifa-Bay eine ungeheure Bedeutung für die Entwicklung der jüdischen Siedlung der industriellen und der städtischen, in der Umgebung Haifas hat. Er durfte nicht in die Hand von Spekulanten gelangen, die nur an ihren Profit denken. Hunderte und Tausende jüdischer Familien für die die Einwanderung nach Palästina die letzte Rettung bedeutet, werden durch den Keren Kajemeth-Boden in der Haifa- Bucht festen Grund fassen können, denn in dem Industriegürtel ist Raum für Hunderte — wenn nicht für Tausende — industrieller Unternehmungen und im städtischen Gürtel gibt es Boden für zehntausend Häuser. Der landwirtschaftliche Gürtel und seine Zukunft. Dieser Gürtel ist noch nicht bereit für die Aufnahme von Siedlern, denn das Fieber herrscht noch dort infolge der Sümpfe des Naaman, der das Gebiet durchfließt. Hier muß noch eine große

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