Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 4-5 (April 1934)
- Article
- Das Tal Sebulon ("Emek Sewulun" - "Haifa-Bay")
- Date
- 1934-04-01
- Page
- Seite 148 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Zwischen dem Industriegürtel und dem städtischen liegt ein breiter Gürtel, der ca. 3000 m lang ist, dieser Streifen ist für. einen Park und eine Promenadenallee bestimmt. Die drei Gürtel sind untereinander durch eine Chaussee verbunden, die sie von Süden nach Norden teilt. Diese Chaussee führt von Haifa nach Akko. In der Zukunft werden noch parallele Chausseen gebaut werden und Straßen von der östlichen Grenze des Gebietes nach Westen zum Meere, werden sie kreuzen und verbinden. Beginn der Realisierung. Der Industriegürtel und die Hälfte des städtischen Gürtels sind vom hygienischen Gesichtspunkte, zufolge der Assanierungsarbeit, die hier geleistet wurde, bereits heute zur Besiedlung geeignet. Obwohl der Besiedlungsplan in seinen Details noch nicht ausgearbeitet ist, hat die Besiedlung des städtischen Gürtels bereits begonnen. Es wurde eine Arbeitersiedlung „Kir jath Cha3im" mit 180 Häusern begründet. Ihre Bewohner sind Arbeiter der Eisenbahn und städtische Arbeiter. Dieser Siedlung wurde eine Fläche voi* 3000 Dunam für 3000 Häuser zugewiesen, und es sind noch weitere hunderte Häuser in Bau. Die nächste Siedlung ist die von Mittelstandsleuten in Haifa. Sie soll 400 Häuser umfassen und in der nächsten Zeit gebaut werden. Die Nachfrage nach Baugründen steigt beständig. Schon 3"etzt ergab sich die Notwendigkeit, die Baugründe zu verkleinern und die Plätze von einem Dunam auf zwei Drittel Dunam pro Einheit herabzusetzen. In diesem Gürtel wurde auch eine Fläche von mehr als 600 Dunam für deutsche Einwanderer abgetrennt, die 125 städtische Bauplätze und 125 landwirtschaftliche Siedlungseinheiten enthält. Ferner wurde hier Boden für eine Siedlung von Juden aus Saloniki reserviert. Diese arbeiten im Hafen von Haifa als Lastträger und auf den Schiffen; sie waren hergekommen, um diese Arbeiten zu erhalten, eine Arbeit, die bis dorthin nahezu vollständig in den Händen Fremder gewesen war. Ihre Zahl beträgt vorläufig ca. 70, aber in Kürze werden es 200 Familien sein. Um aber im Konkurrenzkampfe bestehen und von ihrer Arbeit leben zu können, brauchen sie billige Wohnungen, die es in der Stadt Haifa nicht gibt. Deshalb mußte für sie eine Siedlung geschaffen werden und es wurden auch bereits beschränkte Mittel aufgebracht, um sofort 30 Häuser zu bauen; dieses Werk wird dank dem Keren Kajemeth verwirklicht werden, der von seinem Boden Bauplätze abgesondert hat, die nahe der Stadt liegen.