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Palästina · 1934-04-01 · Heft 4-5 (April 1934) · p. Seite 146

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 4-5 (April 1934)
Article
Das Tal Sebulon ("Emek Sewulun" - "Haifa-Bay")
Date
1934-04-01
Page
Seite 146 (sequence 14)
Language
German
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X46 ro^r9 aUßK Brunnen und Quellen gab;es Hier und die Araber und Beduinen blickten begehrlich! darnach!, um ihre Herden zwischen dem Gestrüpp zu weiden, sie dort zu tränken und ScMlfiK>Iir für die Erzeugung von Matten zuschneiden. Im Laufe des Jahres 1930 wurde der Plan gefaßt, Boden in der Haif a-Bucht — und zwar 12.000 Dunam— durch den Keren Kajemeth bearbeiten zu lassen. Die Fläche wurde gemäß einem Plan in drei Kategorien geteilt: 1- Boden, der für extensive Getreidewirtschaft geeignet ist, 2. Boden, der tief gepflügt werden muß,, um ihn von dem Gestrüpp zu säubern und ihn für die Bebauung geeignet zu machen, 3. Sandboden, der gepflügt und besät werden soll, obwohl man weiß, daß der Ertrag die Auslagen nicht decken wird. Zur Ausführung dieses Planes wurde eine „Wirtschaft" im Zentrum des Bodens aufgerichtet. Eine Baracke für Maschinen und eine für die Arbeiter; es wurden schwere Mau schinen mit großer Kapazität gekauft. Im Jahre 1931 wurde der Plan zur Gänze mit verhältnismäßig geringen Kosten verwirklicht. 1932 wuchs die bearbeitete Fläche und der mit Getreide "bebaute Boden brachte einen Reingewinn, denn der Weizen geriet gut und der Reingewinn aus 4000 Dunam deckte fast alle Auslagen, die für die Erhaltung von ungefähr 20.000 Dunam gemacht werden mußten. Diese Resultate sind lehrreich für die Frage der Bodenreserven überhaupt. Selbst unter den Freunden des Keren Kajemeth gab es nicht wenige, die dagegen Einwendungen erhoben, daß der Keren Kajemeth Böden erwarb, die nicht zur sofortigen Besiedlung geeignet waren, denn nach den neuen Gesetzen ist es unmöglich, den Boden unbearbeitet zu lassen, jede Bearbeitung aber, die nicht durch die Siedler selbst geschieht, ist mit großen Kosten verbunden, die in der Höhe sogar manchmal dem Kaufpreis entsprechen. Diese letztere Einwendung war durch die Erfahrungen der vergangenen Jahre vielleicht begründet, aber die Erfahrungen in der Haifa-Bucht ergaben nun das Gegenteil. Nachfolgend die Beweise dafür: 1. Die Versorgung der Wirtschaften, die für Getreidebau geeignete Reserveböden bearbeiten, erfordern keine gewaltigen Mittel. 2. Auf einem solchen Boden sind die Ausgaben für die Getreidebewirtschaftung minimal und wenn die Arbeit sachgemäß ausgeführt wird, so ist es höchstwahrscheinlich, daß die Ausgaben gedeckt werden, ja daß sich vielleicht sogar ein Reingewinn erg]iibt. 3. Große Flächen von einigen zehntausend Dunam können durch einige Dutzend Menschen bearbeitet werden und das gewährt bereits eine gewisse Sicherheit gegen große Verluste.

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