Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 4-5 (April 1934)
- Article
- Das Tal Sebulon ("Emek Sewulun" - "Haifa-Bay")
- Date
- 1934-04-01
- Page
- Seite 144 (sequence 12)
- Language
- German
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sammelten sich die Wasser der umgebenden Sümpfe und mangels jeglicher Neigung des Flußbettes standen sie, ohne weiteEzuf ließen und schufen ideale Vorbedingungen für die Entwicklung der fieberbringenden Moskitos. Am Ursprung des Flusses war sumpfiges Quellgebiet im Flächenausmaß von einigen Hundert Dunam, das die umgebenden Sümpfe speiste. Es war hier unmöglich, die Sümpfe gegen den Kischon mittels gewöhnlicher Kanäle zu entwässern, weil es an der nötigen Bodenneigung für diese großen Flächen fehlte. Es war mithin notwendig, einen anderen Weg zu wählen und anstatt die Sumpfwasser zum Kischon hintuiterzuleiten führte man das Salzwasser des Kischon mitten in die Sümpfe der Bucht. Man erreichte das, indem man einem breiten und mehrere Kilometer langen Kanal grub, der von den Quellen des Fawara bis zum Kischon geführt wurde. Dieser Kanal ist tief, sein Grund liegt unter dem Meeresspiegel und er ist ohne jede Neigung angelegt. Er ist immer gefüllt mit dem Salzwasser des Kischon, der unmittelbar mit dem Meere kommuniziert. Im Salzwasser können sich die Moskitomücken nicht entwickeln; sie werden durch das Salzwasser vernichtet. Durch diesen breiten und langen Kanal, der „Fawara-Kanial" heißt, läßt man mittels Erdgräben und Betonröhren das ganze Sumpfwasser der näheren und weiteren Umgebung abfließen und dieses vermischt sich mit dem Salzwasser. Auf diese Weise gibt es keine Rettung für die Moskitos. Beim Graben des großen Kanals und der übrigen Kanäle waren ca. 250 Menschen durch ein Jahr beschäftigt. Mehr als 60.000 m3 Erde wurden beim Graben des Kanals ausgeworfen. Diese Erde diente dazu, das sumpfige Flußbett zu füllen, dessen Lauf heute nicht mehr erkennbar ist. Um das Werk der Auisfüjr lung zu beenden, brauchte man noch 60.000 m3 Erde und zu diesem Zwecke wurde Material von den nahen Sandhügeln mittels eiserner Karren auf Geleisen herbeigeschafft und in das Flußbett geschüttet. An der Stelle, wo der Fluß Fawara sich in den Kischon ergossen; hatte, wurde eine steinerne Mauer errichtet, die die Ausfüllung; stützt und die auch verhindert, daß die Erde durch den Kischon mitgeschwemmt werde. Insgesamt wurden in der Haifabucht Erdkanäle im Längen,- ausmaß von mehr als 8 km gegraben, und 6 km Betonkanäle. Im Winter wird durch diese Röhren das Regenwasser rasch weitergeleitet und im Sommer das Wasser der vielen Quellen und das angesammelte Wasser, das vordem Sümpfe bildete. Die Ergebnisse der Trockenlegung sind sehr gute, denn seit der Beendl-