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Palästina · 1934-04-01 · Heft 4-5 (April 1934) · p. Seite 143

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 4-5 (April 1934)
Article
Das Tal Sebulon ("Emek Sewulun" - "Haifa-Bay")
Date
1934-04-01
Page
Seite 143 (sequence 11)
Language
German
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gehen, denn das Gebiet litt unter dem Wadi JKawana, der sein schlammiges Wasser nach rechts und links s ergoß und im Norden und Süden große Sümpfe bildete; überdies, ist es vom Naaman durchflössen, der gleichfalls durch Ueberschwemmungen das Land in einen Morast verwandelte, in dem Büffel hausten. In diesem! Zustande war der Boden nicht einmal für fellachische Bearbeitung geeignet, viel weniger natürlich für eine städtische Siedlung. Bezüglich des Reichtums an Sümpfen, die die Umgebung verpesteten, stand der Boden der Haifa-Bucht gleich an zweiter Stelle naqÜ Kahara. Eine gewaltige Assanierungsarbeit war notwendig, eine Arbeit, die ein Privater oder eine Privatgesellschaft, in der Art der bei uns gegründeten Kolonisationsgesellschaften bis heute nicht geleistet haben, denn wir haben gesehen, daß die Privatgesellschaften nicht imstande waren, diesen Boden auch1 nur zu erwerben, geschweige denn ihn zu assanieren und für die Besiedlung vorzubereiten. Die großen Vorbereitungarbeiten, die der eigentlichen Besiedlungsarbeit vorangehen und die zehntausende Pfund verschlingen, müssen von nationalen Siedlungsinstanzen geleistet werden, wie dem Keren Kajemeth oder der Pica (die z. B. den Kabara-Sumpf assanierte — Die Red.) und die Besiedlungsgeschichte des Landes berichtet auch von keinem Privaten — mit Ausnahme natürlich des Barons Ed. Rothschild — der derartiges auf sich genommen hätte. Die wüste, fieberverpestete Haifa-Bucht wäre ohne den Keren Kajemeth nicht zum Leben erwacht, sie hätte ihren Erlöser nicht gefunden. Der Keren Kajemeth wußte genau, wieviel an Vorbereitungsarbeit, an Assanierungsarbeit, an Wegbereitung zu leisten sei, ehe dieser Boden seiner Bestimmung zugeführt werden konnte. Assanierungsarbeit in der Haifa-Bucht. Wie bereits gesagt, bestand die erste Arbeit des Keren "Kajemeth und der P.E.C. in Trockenlegung und Assanierung. Der südliche Teil der Bucht fällt sanft gegen den Kiscfion ab und der nördliche Teil, ihm gegenüber, gegen den Uaeh Naaman. Die Trockenlegung wurde im südlichen Teil vorgenommen. Der Fluß Fawara war die Ursache und das Zentrum der Sümpfe. Dieser Fluß, dessen Breite ca. 20 bis 30 Meter und dessen Länge einige Kilometer betrug, schuf einen großen, mit Sträuchern und verschiedenen Pflanzen bewachsenen Sumpf. In diesem Flußbett

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