Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 4-5 (April 1934)
- Article
- Das Tal Sebulon ("Emek Sewulun" - "Haifa-Bay")
- Date
- 1934-04-01
- Page
- Seite 142 (sequence 10)
- Language
- German
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X4?2 zuSe^en> denn man hat in Jadjur und Kfar Chassidim Grundwasser gefunden. Der Brunnen in Jadjur vermag mehr als 120m3 stündlich1 zu liefern, der von Kfar Chassidim beläufäg ebenso viel. Die Aufnahmefähigkeit dieser Orte wird sieh1 bei intensiver Wirtschaft zumindest verdreifachen. Die Haifa-Ray und ihre Bestimmung: Der „Haifa-Bay" genannte Komplex erstreckt sich entlang den westlichen Sanddünen am Meere, seine südliche Grenze bildet das Ufer des Kischon, die niördliche bilden die Gärten der Stadt Akko. Im Osten grenzt er zuerst an die Böden von Harbadj und Kfar Ata, hierauf an den Boden Schiefar'am bis zum Fluß Kurdani, hierauf geht die Grenze gegen Norden entlang dem Fluß Schichor- Liwnath. Zwei Flächen von ca. 4000 Dunam befinden sich im Norden des Tales, östlich, jenseits des Flusses. An drei Punkten finden sich die Böden, die der Haifa Bay Dev. Comp, gehören. Ein weiterer Teil gehört der Gesellschaft P.E.G. (Bayside Cy) gemeinsam mit dem Keren Kajemeth; in diesem Gebiete liegen Wiadi Fawara, Tel Nachal und Tel Satta. Tel Kurdani und das Quellgebiet des Flusses Naaman, sind im Alleinbesitz des Keren Kajemeth. Als der Keren Kajemeth diesen Boden erwarb', war er sich der Bedeutung seiner Aktion wohl bewußt: es galt eine große Bodenreserve für das zukünftige Haifa zu schaffen. Die Leiter des Keren Kajemeth wußten, das Haifa ein Handels- und Industriezentrum werden würde, das sich zufolge des Hafens, des Petroleums sowie des Flughaf ens nach Osten und nach Süden ausdehnen werde, und daß mithin die Nachfrage nach Bauplätzen steigen werde. Wenn die Böden sich dann, in jenem Zeitpunkte, in den Händen Privater oder privater Gesellschaften befinden würden, so wäre damit — gleich wie in Tel-Aviv — die Voraussetzung für Spekulation und Bodenwucher gegeben, wodurch Hunderte von Juden behindert und geschädigt würden, die den Willen und die Möglichkeit hätten, am Aufbau der Stadt und des Landes teilzunehmen, die aber nicht in der Lage wären, für jeden Fußbreit Boden phantastische Summen zu zahlen. Hier konnte und mußte der Keren Kajemeth in die Bresche treten, indem er große Bodenflächen erwarb und diese parzelliert zu entsprechenden für Kleinkapitalisten akzeptablen Bedingungen weitergibt. Dies war die Bestimmung für den zu erwerbenden Boden. Aber der Realisierung mußten viele kostspielige Ameliorationen voran-