Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 4-5 (April 1934)
- Article
- Das Tal Sebulon ("Emek Sewulun" - "Haifa-Bay")
- Date
- 1934-04-01
- Page
- Seite 141 (sequence 9)
- Language
- German
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damit die arabischenNachbarn nicht davon Besitz ergriffen und J^l sodann, entsprechend (den neuen Bodenjgesetzen, Rechte auf diesen Boden geltend machten. Der Keren Kajemeth versorgte ihnen Trinkwasser aus dem alten; Brunnen, der sich im Zentrum des Bodens befindet, nahe dem Hügel, auf dem die Baracken aufgerichtet wurden. Diese nördliche Kwuzah besaß die 2000 Pfund, die erforderlich wären, um den Boden in Besitz zu nehmen, ihn umzupflügen und zu bearbeiten und mußte also anfangs nicht die Hilf e einer Siedlungsinstanz in Anspruch nehmen. Und so wurde eine neue Siedlung von jungen, in der Landwirtschaft erfahrenen Kräften geschaffen, denen der Keren Kajemeth Boden und Wasser beistellte. Auf diese rationelle, wirtschaftliche Weise hat der Keren Kajemeth die Frage der Besitznahme von Reserveböden in dieser Gregend gelöst, eine Frage, die zufolge der neuen Bodengesetzgebung nach den Unruhen im August 1929 entstanden war und die sich insbesondere für die Böden der Haifa-Bucht gefährlich zuspitzte, wie die folgenden Ausführungen zeigen. Entwicklung der Siedlung und Zusammenfassung. Die nördliche Kwuzah erhielt den Namen Kfar Usa. Ein Ort dieses Namens bef and sich hier zur Zeit des zweiten Tempels und in ihm hatte das große Synhedrion seinen Sitz. Die Fläche des Keren Kajemeth im Südosten des Tales macht 27.550 Dunam aus. Ca. 5500 Dunam davon sind Hüjgel und Berge, die jetzt aufgeforstet werden, um das kahle Gebiet zu bewalden; bisher wurden schon ca. 40.000 Bäume dort gepflanzt. Ca. 2500 Dunam wurden vor zwei Jahren der Kwuzah Jadjur für sechs Jahre verpachtet. Diese Fläche ist für eine neue definitive Siedlung vorgesehen. Es ergibt sich, daß eine Fläche von 19.500 Dunam an drei Siedlungen auf lange Sicht verpachtet ist: An Jadjur, Kfar Chassidim und Kfar Usa, die zusammen 155 mit Landwirtschaft beschäftigte Familien zählen. Auf diesem Boden wird nur Getreidebau in zweijähriger Fruchtfolge betrieben. Hier gibt es weder Sümpfe, noch Brachland;. Die Ernte der letzten Jahre war, trotz der geringen Regenmengen, sehr günstig. In der Kwuzah Jadjur gibt es ausgezeichnete Weinberge, die den Markt mit den ersten Weintrauben versorgen, ferner Obstbäume, die am Fuße des Karmel gepflanzt sind. Es ist möglich, hier von der unbewässerten zur bewässerten Wirtschaft über-