Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 2-3 (Februar 1934)
- Article
- Arbeiterwohnviertel
- Date
- 1934-02-01
- Page
- Seite 79 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Siedlung, einschließlich landwirtschaftlicher Einrichtungen usw. Dies ist ein» schlagender Beweis für den Fleiß und die Strebsamkeit der Siedler, daß sie dank harter Arbeit und Sparsamkeit imstande gewesen sind, mehr als 70 o/o des Anlagekapitales in einer verhältnismäßig kurzen Zeit zu decken. Schechunath Owdim (Kirjah C h a i m), Haifa. Diese Siedlung auf KKL.-Boden in der Haifa-Bay ist 1932 entwickelt worden. Der Bau der ersten 100 Häuser war schon im Jänner 1933 vollendet. Während dieses Jahres sind weitere 250 Häuser errichtet worden, für die die notwendigen Hypotheken schon verschafft worden sind. Das in diesen 450 Häusern investierte Kapital beläuft sich auf 85.000 Pfund. Abgesehen von diesen Häusern, schließt diese Siedlung eine koUektä/vistische Gruppe (Kwuzah) von 150 Familien ein. Jedem Siedler ist eine abgegrenzte Fläche von 1000 m2 mit nötiger Wasserversorgung zugeteilt worden. Jedes Siedlerhaus besteht aus zwei Räumen, einer Küche, Balkon und Baderaum. Die Baukosten eines solchen Hauses betragen 150 Pfund und die Ausgaben für Wasserleitung, Wege etc. weitere 50 Pfund per Familie. Eine monatliche Zahlung von 2,20 Pfund wird von jeder Familie für das erhaltene Darlehen und die Zahlung der Steuern eingehoben. Während s,ie so eine niedrigere „Miete" zahlen, als eine Arbeiterfamilie in Haifa, kommt die Siedlerfamilie dadurch zu einem Haus, einen Gemüsegarten von 1000 m2 und außerdem zu einer Lebensversicherung auf 100 Pfund. Kirjath Chaim unnd Schechunath Boroehow genießen den Ruhm, die einzigen Orte im Lande zu sein, in denen es eine progressive Besteuerung gibt. Verschiedene Gemeinschaftsbedürfnisse werden in der Haifa-Bay-Siedlung sukzessive befriedigt. Eine Schule wurde gebaut, ferner wurden errichtet: Kindergarten, Genossenschaftsladen, Wäscherei, Polizeistation. Die Siedlung ist in guter Verbindung mit Haifa durch Chaussee und Bahn. Der KKL. hat dort noch genügend Boden in Reserve, um eine Bevölkerung von 2000 Familien unter-» zubrinngen. Arbeiter-Siedlung Tel-Aviv—Nord. Hier wurden 665 Bauplätze von je 500 bis 800 Pik für eine Arbeitersiedlung erworben. Das neue Stadtviertel, in dem diese Siedlung liegt, wächst rapid und ist in vier große Einheiten geteilt, 128 Häuser sind schon gebaut, 126 sind im Bau (Juli 1933, inzwischen vollendet. Die Red.). Von der Fläche gehört ein großer Teil dem KKL. Die Arbeit des Amtes. Eines der Haupttätigkeitsgebiete des Amtes war die Herausbildung eined Bauschemas, bei dem die Kosten auf ein Minimum reduziert werden konnten. Hauptsächlich war zu beachten, daß die Siedler nicht mehr als ihre frühere Miete zu zahlen haben. Viel ist in dieser Richtung geschehen. Es isit ermöglicht worden, die Kosten für Eisenbahn - Arbeiterhäuser in Schechunath Boroehow auf 60 bis 80 Pfund per Stockwerk, bestehend aus Wohnraum, Küche und Balkon, zu senken. Von den Siedlern werden durch zweieinhalb Jahre je zwei Pfund monatlich gezahlt, wodann das Stockwerk ihr Eigentum wird. So niedrige Kosten sind nur bei Terrains möglich, die nicht einer städtischen Bauordnung unterworfen sind. Jedoch zeigte die Erfahrung in den Arbeitersiedlungen Haifa und Tel-Aviv—Nord, daß selbst unter städtischen Verhältnissen es möglich ist, ein Haus mit den nötigen sanitären Einrichtungen um ca. 150 bis 200 Pfund zu bauen, Die Rückzahlungsraten für Kredite zum Bau solcher Häuser sind selbst in den ersten Jahren nicht höher als die nor-