Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 2-3 (Februar 1934)
- Article
- Arbeiterwohnviertel
- Date
- 1934-02-01
- Page
- Seite 78 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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1. Arbeitervorstädte (Schechunotti Poelim). Diese Siedlungen werden in den Vororten für solche städtische Arbeiter errichtet, die nicht unmittelbar bei ihrer Arbeitsstätte wohnen müssen. Jeder FamdHe wird ein Haus mit Gemüsegarten zugewiesen, die Fläche ist 800 Quadratpik (ein Pik hat 0,56 m2) im Falle eines ejnzelstehenden Hauses und 500 Quadratpik, wo zwei Häuser aneinander gebaut werden. 2. Arbeitersiedlungen (Schechunath owdjm). Diese werden außerhalb der Stadtgrenzen errichtet, für Arbeiter, die für die Farmtätigkeit mehr Zeit aufwenden wollen. In diesem Falle wird ein Grundstück von l1/2—2 Dunam (1 Dunam 1000 m2) jedem Haus beigegeben. Aus dem Gemüsegarten und der Milchwirtschaft auf einem solchen Grundstück können 2—4 pal. Pfund per Monat erlöst werden. Es ist für diese Type von Siedlungen gebräuchlich, mit dem Bau eines Kernhauses anzufangen, das, sobald es die Mittel erlauben, nach Bedarf erweitert werden kann. 3. Häusergenossenschaften. Diese Siedlungstype wird bevorzugt von Büroangestellten, Handwerkern und anderen Gruppen* welche wegen ihrer Arbeitsstätte nahe dem Zentrum der Stadt wohnen müssen. Die Tatsache^ daß Bauplätze für einzelne Häuser mehr kosten, als das zu errichtende Haust, ist ein Grund dafür, daß die Angehörigen jener Klassen die genossenschaftliche Hausung vorziehen. Die Häuser bleiben Eigentum der Genossenschaft, die ihren Mitgliedern Stockwerke in Dauerpacht gibt. Für diese Art der Behausung ist eine kleinere Fläche nötig (120 bis 200 Quadratpik per Stockwerk), und es ist dajher möglich, genossenschaftliche Häuser näher dem Zentrum der Stadt zu errichten. Gleichzeitig muß aber beachtet werden, daß, während ein Einzelhaus vergrößert und verbessert werden kann, das genossenschaftliche Haus von vorneherein in einer genügend komfortablen Fo^rm konstruiert werden rniiß. 4. Kollektiv-Siedlungen. Bei dieser Type, wie zum Beispiel in Ramath Rachel, Jerusalem, erhält jede Familie einen Raum. Küche, Speiseraum und Kinderraum sind gemeinsam. Häuser und Farmausrüstung sind gemeinsames Eigentum. Die Gesamteinnahen der Mitglieder werden zusammengelegt und aus der gemeinsamen Kasse alle Bedürfnisse bestritten. Nachfolgend die Ziffern über die Verteilung der vier Typen: Nachstehend geben wir einen kurzen Ueberblick über die größeren von den bisher errichteten Siedlungen: Schechunath Borochow bei Tel-Aviv: Diese Siedlung ist die älteste und größte unter den Arbeitervorstädten (Wir haben über sie im Jahrgang 1931, S. 31 eine ausführliche Schilderung veröffentlicht. — Die Red.). Sie wurde vor zehn Jahren auf Boden des KKL. errichtet und* &ls eine Pioniersiedlung hatte sie mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen. In den letzten drei Jahren hat sie sich außerordentlich stark ausgedehnt. Sie umfaßt 320 Familien, von denen jede ^Vj Dunam Grundbesitz hat. Das Eigenkapital der Ansiedler beträgt 50.000 pal. Pfund, das ist 70 o/o des Gefejamtjwertes der ganzen Zahl der Type Familien Perzentuell Schechunath Poelim Schechunath Owdim 660 37 740 41 210 11 210 11 Häusergenossenschaften Kollektiv-Siedlungen