Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1934)
- Article
- Wirtschaft. Von ad. bm.
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 22 (sequence 7)
- Language
- German
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- Beirut 1× ep/1047833
- Haifa 1× ep/1047930
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Nötige darüber gesagt worden. Ein Artikel in dieser Nummer befaßt sich mit der Frage des nationalen Bodenerwerbes und dessen Bedeutung. Wie wohltätig sich die Tätigkeit des KKL auch für die Privatwirtschaft auswirkt, trat gerade jetzt besonders in Erscheinung, wo der Keren Kajemeth nicht weniger als 38 Industriellen Boden für ihre Fabriken in Pacht gab, deren Entstehung wahrscheinlich unmöglich gewesen wäre, wenn für den Erwerb eines Dunams tausende Pfund hätten ausgegeben werden müssen. Die Schaffung einer zentralen Bodenkaufsgesellschaft mit Beteiligung des KKL bleibt die wichtigste Aufgabe der Jewish Agency, wie dies auch in den Kongreßbeschlüssen ausgesprochen wurde. Knapp vor Erscheinen dieser Rundschau wird gemeldet, daß die Stadtgemeinde Tel-Aviv ein Mieterschutzgesetz entworfen hat, wonach die laufenden Mietpreise bis 30. Juni 1935 nicht erhöht werden sollen. Ein solches Gesetz mit seinen starren Bestimmungen ist nicht ideal für eine Regulierung der Mieten und eher geeignet, auf die weitere Bautätigkeit einschränkend zu wirken, dafür aber, wie in allen Orten, wo Mieterschutz besteht, auf Umwegen dem Hausherrn oder Subvermieter jenes Plus zuzuführen, das naclh dem wirklichen Nachfragewert der Wohnungen gegenüber dem gesetzlichen Mietpreis besteht. Details dieses Gesetzes sind noch nicht bekannt, daher ein abschließendes Urteil zu geben noch nicht möglicjh ist. Die ungemein erhöhte Investitionstätigkeit und die starke Einwanderung spiegeln sich wieder in den in diesen Blättern mitgeteilten Ziffern des Außenhandels, der öffentlichen Finanzen usw. Die Einfuhr 1933 bis Ende September zeigt eine Rekordziffer von 7,7 Millionen Pfund. Wenn wir den Wert der — bisher nur zum Teil bekanntgewordenen — Einfuhr von Materialien und Gütern für Pipeline und Administration in dieser Zeit mit 1,1 Millionen schätzen und von dem Betrag der Einfuhr abziehen, so bleiben für die reine Wareneinfuhr 6,6 Millionen Pfund gegen 5,27 im Vorjahr, eine Steigerung um 1,73 Millionen oder rund ein Drittel. Die Ausfuhr hat sich von 1,75 Millionen auf 2,39 Millionen erhöht, ebenfalls um zirka ein Drittel. Eine genaue Analyse des Außenhandels wird erst zu Jahresschluß möglich sein und eine vollkommene Uebersicht seiner Struktur geben können. An Orangen sind bisher in dieser Saison noch nicht mehr exportiert worden als im Vorjahr. Das Ernte-Plus wird in den laufenden Monaten in Erscheinung treten. Die Preise sind bisher normale. Sehr große Hoffnungen werden auf die Eröffnung des Hafens von Haifa gesetzt. Doch erscheint es noch etwas verfrüht, schon jetzt davon einen großen Aufschwung des Verkehrs zu erwarten. Bevor nicht die neue Autostraße nach Bagdad gebaut sein wird, dürfte sich die Erwartung, den Verkehr von Irak und Persien, soweit er heute über Beirut geht, nach Haifa ablenken zu können, nicht erfüllen. Ebenso ist mit Fertigstellung der Pipeline erst für 1935 zu rechnen. Immerhin bietet der neue Hafen schon jetzt der Volkswirtschaft Palästinas große Vorteile. Insbesondere gilt dies vom Zitrusexport, da der Hafen von Jaffa den Transport von nur 21/2 Millionen Kisten bewältigen kann, die Hälfte des 1933/34 erwarteten Exportes, so daß der Rest, der von Jahr zu Jahr sprunghaft steigen Wird, über Haifa gehen wird. Der neue Hafen gestattet eine Verminderung der Kosten die vollkommene Sicherheit, daß nicht Kisten ins Meer fallen und beschädigt werden u. a. m. Eine Folge der stürmischen Entwicklung der jüdischen Wirtschaft im abge*