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Palästina · 1934-01-01 · Heft 1 (Januar 1934) · p. Seite 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 1 (Januar 1934)
Article
Das Bauen in Palästina
Date
1934-01-01
Page
Seite 13 (sequence 6)
Language
German
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Kamele gehen täglich über den Audjafluß, um Sand in die Stadt zu bringen. Alle Ziegelfabriken arbeiten mit voller Kapazität, viele sogar in drei Schichten. Die Erzeugung von Bauziegeln in Tel-Aviv allein wird auf 41/2 Millionen Stück im Monat geschätzt, wobei 250 Arbeiter — abgesehen von denen des Transportes — beschäftigt werden. Die Anlage der Wohnungen. Das Bauen eines Heimes bietet eine einzigartige Gelegenheit für den Ausdruck der häuslichen Ideale des Bauenden, oder in unserem Falle des neuen Siedlers in Palästina. Der hohe Standard, der angestrebt und erreicht wird, hebt sich vorteilhaft ab im Vergleich mit den Haustypen in Westeuropa, ob sie private sind oder durch öffentliche Mittel finanzierte. Die vorherrschende Type des städtischen Hauses ist die zwei- und dreistöckige, mit zwei bis drei Wohnungen in jedem Stock. Jede Wohnung, nfit wenigen Ausnahmen, wird direkt von der Haustreppe zugänglich gemacht. Die Planierung in den neuen Häusern ist im Großen und Ganzen gut und rationell; die Diensträume sind gut placiert, mit Vorsorgen für Anbringung von Vorrichtungen, Apparaten etc. Ventilation und Kanalisation sind auf hoher Stufe. Die meisten Häuser, die in den letzten drei Jahren gebaut wurden, haben weißglacierte Ziegel in Küche und Badezimmer, deren Einrichtungen von sehr guter Qualität sind. Eingebaute Geschirrbretter und dergleichen sind in den neuen Häusern sehr gebräuchlich. Die Zahl der auf einem Grundstück freistehenden Häuser ist wegen der hohen Bodenpreise sehr gering. In der überwiegenden Mehrzahl der Fälle wird der höchstzulässige Perzentsatz der Verbauung, der nach Abzug des Gartenplatzes verbleibt, voll ausgenützt, da der Erbauer genötigt ist, nicht nur ein eigenes Haus zu erricjhten, sondern seine Ersparnisse so gut als möglich anzulegen. Dies führt zur Anlage von Blocks kleiner Zinshäuser, in denen eine Wohnung vom Besitzer benützt wird, indes er die anderen vermietet. Planung. Die Notwendigkeit der vollen Ausnützung der Baufläche sowie die Veränderungen in der Funktion des Hauses haben zu bestimmten Abänderungen in der Planung von Häusern sowie jm Umfang und in der Zahl der Räume per Wohnung geführt. Die Räume nehmen im Umfang ab und ihre Zahl wird auf ein Minimum beschränkt. Das wird möglich gemacht durch den geringen Umfang der Familien), die Jugend der städtischen Bevölkerung und durch den allgemeinen Zug des modernen Lebens, durcih den viele der Funktionen des Heimes; auf Kino, Kaffeehaus etc. übergehen. Jedocjh findet trotz der Abnahme in Größe und Zahl der Räume die Fürsorge für die Ausstattung der Häuser und Wohnungen heute mehr Aufmerksamkeit als früher, und die neuen Bauten sind viel komfortabler als die alten und großen Gebäude. Die Wahl des Baumaterials im Sinne des Schutzes vor Hitze und Lärm wird besondere Beachtung geschenkt, ebenso der rationellen Ausnützung von Grundfläche und Wandraum, um das größte Maß von Bequemlichkeit bei geringster Verschwendung in der Anordnung der Möbel und Einrichtungen zu erzielen. Die Lage der Fenster und die Ausrüstung der Zimmer werden mehr und mehr bestimmt durch die Grundsätze für richtige Lüftung und Isolierung. Dies gilt besonders für die in letzter Zeit errichteten öffentlichen Gebäude. Der Prozeß der Stadtbildung. Während die Einzelhäuser durch ihren Komfort bemerkenswert sind, steht

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