Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1934)
- Article
- Das Bauen in Palästina
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 11 (sequence 4)
- Language
- German
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- Haifa 1× ep/1047930
- Lod 1× ep/1045074
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stieg jene von Lu^dd (Lydda) um 39°/o, von Ramleh um 42o/0, die arabische Bevölkerung von Jaffa um 65o/0 (44.600 gegen 27.000 Seelen), Haifa um 90o/0 (34.500 gegen 18.000). Insgesamt stieg die nichtjüdische Stadtbevölkerung in diesem Zeitraum um ca. 33o/o. Ein anderer Faktor, der veranschlagt werden muß, ist der, daß die Rate des natürlichen Zuwachses in Palästina unter den höchsten der Welt rangiert. Mit 2,4o/0 ist sie viel höher als der in Westeuropa (1%) und selbst der in Japan oder Aegypten (l1/2 bis 2o/o). Die Ausnahmserscheinung eines Zusammentreffens einer starken Einwanderung mit einer bedeutenden Binnenwanderung, die nach den größeren Städten gerichtet ist, und dazu einer der höchsten Zuwachsraten der Welt erklären die starke Nachfrage nach Wohnungen und sichern ihr Andauern für die nächste Zeit. Wohnungs - Ueberfülhmg. Die Nachfrage nach neuen Wohnbauten ist umso stärker, als in den Städten eine Ueberfüllung jder Wohnungen vorhanden ist. Nach dem Zensus von 1931 wohnte die Bevölkerung von 969.000 Köpfen in 215.825 Häusern. Die städtische Bevölkerung von 387.000 Seelen wohnte in 83.970 Häusern, das ist 4,6 Personen per Haus, gegen 4,5 auf dem Lande. Eine Berechnung auf Grund der Ergebnisse des Zensus zeigt auch, daß die Zahl der Persronen per Raum in den Städten 2,3 ist, in Tel-Aviv 2 (inzwischen ist sie auf drei gestiegen. — Anmerkung d. Red.). Dies ist eine sehr hohe Ziffer gegenüber dem Standard in Westeuropa und zeigt, daß eine starke potentielle Nachfrage nach Wohnungen besteht. Es darf auch nicht übersehen werden, daß in Palästina heute noch ein beträchtlicher Teil der städtischen Bevölkerung noch unter dem Minimum wohnt, in Baracken, Zelten usw. Im Jahre 1927 machten die Einwohner vom Baracken 21 o/o der Bevölkerung Tel-Avivs aus. Obzwar seither eine Verbesserung eingetreten ist, bedeutet die Existenz dieser Baracken auch heute n|och ein drückendes Problem. Bedarf an neuen Häusern. Für das Jahr 1933 ist mit einer Ziffer von 25.000 Einwanderern zu rechnen, von denen die meisten in die Städte gehen wenden. (Diese Schätzung ist gleichfalls überholt, es ist mit 30.000 legalen und zahlreichen illegalen Einwanderern zu rechnen. — Die Red.) Wenn dazu die Binnenwanderung und die natürliche Zunahme gerechnet wird, so dürfte die Vermehrung der städtischen Bevölkerung in diesem Jahre auf 35.000 Köpfe zu veranschlagen sein. Hiefür würden 17.000 bis 18.000 neue Wohnräume nötig sein, was eine Bausumme von 2—21/2 Millionen Pfund erforderte. Dabei ist noch nacht der Bedarf an Bauten für Handel und Industrie veranschlagt, der von einer so stark vermehrten Bevölkerung hervorrufen wird, ferner für die ländliche Bevölkerung, die zu intensiver Kultur übergeht, für öffentliche Bauten usw., wofür eine weitere Summe von 1,5 Millionen Pfund angenommen werden kann. Es ist daher nicht unmöglich, daß 1933 ein Betrag von vier Millionen Pfund für Bauten investiert wurde. Bauen ist in Palästina, wie es in anderen Ländern war, eine der Hauptposten einer kolonisatorischen Bewegung. Die wirtschaftliche Bedeutung der Bauindustrie,, die aus obigen Ziffern ersichtlich ist, wird durch weitere Untersuchunngen noch deutlicher. Abgesehen von der Befriedigung des tatsächlichen Bedarfes an Wohnungen, ist sie für die geldbesitzenden Einwanderer besonders anziehend. Die Mehrheit dieser neuen Imigranten haben Schwierigkeiten, wenn sie in Palästina dieselben Berufe