Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1934)
- Article
- Das Bauen in Palästina
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 10 (sequence 3)
- Language
- German
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l1/2 Pfund per Zimmer auf 3 Pfund und mehr. Diese hohen Mietpreise sichern den Investitionen in Wohnbauten einen guten Er(foig, trotz der gestiegenen Bodenpreise und Balikosten. Seit 1931 stiegen die Baukosten für einen Raum um 20o/o, auf 180 Pfund, oder 5.500 pal. Pfund per Quadratmeter. Von dieser Steigerung entfallen 12 bis 13 0/0 auf die Erhöhung der Arbeitslöhne und 7 0/0 auf die Materialien. Die Löhne für gelernte Arbeit sind seit 1931 um mehr als 40o/o gestiegen. (Die folgenden Angaben beziehen sich auf Mitte 1933, seither ist eine weitere Steigerung erfolgt. — Die Red.) Im Zentrum von Tel-Aviv kostet ein normaler Bauplatz von 1000 Pic (560 m2) ca. 1500 Pfund, das ist dreimal so viel als vor zwei Jahren. Das Kapital, das nötig ist für den Bau eines dreistöckigen Hauses in der entwickelten Zone von Tel-Aviv ist heute um 80 0/0 höher als 1931. Trotzdem ist ein Ertrag von 10 bis 12o/0 für den Erbauer durch die hohe» Mietpreise möglich. Angelockt dadurch denkt der Kapitalist nicht daran, daß in den nächsten'Jahren ein Rückgang des Ertrages wahrscheinlich ist, da vom dritten Jahre nach dem Bau die städtische Immobiliensteuer zahlbar ist und die Erhaltungskosten für das Haus steigen, da in Zeiten starker spekulativer Bautätigkeit die Bau-Methoden nicht die besten sind. Immerhin, wenn in Erwägung gezogen wird, daß in Europa ein Durchschnittsertrag von ca. 6 0/0 bei Wohnhäusern erreicht werden kann, so ist noch ein weiterer Spielraum für den Bauunternehmer in Palästina vorhanden. Die Nachfrage nach Wohnungen. Die dringende Wohnungsnachfrage, besonders in den Städten, ist in ihrer Steigerung besonders der jüdischen Einwanderung zuzuschreiben. Nachstehende Tabelle zeigt, wenn man Jerusalem ausnimmt, diesen Zusammenhang zwischen Einwanderung und Bauinvestitionen. Gesamtohne Einwanderung Investition Jerusalem Jahr pal. Pfund 1924 13.753 874.995 594.995 1925 34.641 2,007.257 1,780.301 1926 13.909 1,112.441 718.992 1927 3.595 770.000 357.522 1928 3.056 692.482 416.902 1929 6.506 1,741.627 450.027 1930 6.427 2,448.870 591.930 1931 5.133 2,720.678 772.508 1932 11.291 3,250.000 1,200.000 Jerusalem ist deshalb auszunehmen, da ein großer Teil der dort für Neubauten aufgewendeten Summen auf verschiedene religiöse und philantropische Institute entfallen und daher in ihrem Charakter unregelmäßig sind. So z. B. hat das jetzt vollendete Gebäude der YMCA (Vereinigung christlicher junger Männer) allein eine Million Dollar gekostet, u»nd das im Bau befindliche Roekefellermuseum wird noch mehr Geld verschlingen. Auch sind in Jerusalem große Summen für den Bau von Kirchen und Klöstern aufgewendet worden, was gewiß nicht in Zusammenhang mit der Einwanderung steht. Ein anderer Faktor für die Zunahme der Bauinvestätionen ist das Wachstum der städtischen Bevölkerung durch Binnenwanderung. Dafür sind instruktive Beispiele in der Zunahme der Bevölkerung rein arabischer Städte zu finden. Von 1922 bis 1931