Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1934)
- Article
- Der Bodenerwerb des Keren Kajemeth
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
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pal. Pfund kosten. (In Wirklichkeit ist in mehreren Siedlungen des Emek Jesreel die Flächeneinheit auf 150 Dunam pro Familie erhöht worden.) Die Verschiebung der Tätigkeit des Keren Kajemeth in bezug auf die Gebiete des Landes, ist aus den oben erwähnten Gründen zu erklären. Der Wunsch, bewässerbare Böden zu erwerben, die für intensive Bebauung geeignet sind, wo die Aussicht besteht, daß die nicht jüdischen Besitzer sie bepflanzen, was ihren Erwerb in Zukunft bedeutend erschweren, wenn nicht unmöglich machen würde, war da ausschlaggebend. Das bedeutet aber keinesfalls, daß der Keren Kajemeth auf andere Gebiete verzichtet. Er ist sich deren Bedeutung, die mit der Reduzierung der für den Erwerb verfügbaren bewässerbaren Flächen zunimmt, vollständig im klaren und zieht daraus auch die entsprechenden Konsequenzen. Die großen Schwierigkeiten, von denen wir vorher gesprochen haben, erhöhen nicht nur die Bedeutung des Geleisteten, sondern sie führen auch zu einer ganz bestimmten Schlußfolgerung in bezug auf die Zukunft des jüdischen Bodenerwerbes. Mit der Feststellung, daß der Keren Kajemeth trotz allem Erhebliches schaffen konnte, sei keinesfalls gesagt, daß man mit dem Erreichten zufrieden sein dürfe. Mit derartigen Leistungen konnte man sich vielleicht noch vor zehn Jahren abfinden, nicht aber Tieute. Gerade die vielen Hindernisse, die überwunden werden müssen, und die noch größeren, die zweifellos in der Zukunft unserer harren, müssen uns zu der Erkenntnis bringen, daß aller Boden, der nur in jüdischen Besitz gebracht werden kann, schnellstens auch gesichert werden muß. Trotz der Erschwerung, die darin besteht, daß keine Fläche unbearbeitet liegen darf, bleibt nach wie vor die Schaffung größerer Bodenreserven eine der dringendsten Aufgaben des jüdischen Siedlungswerkes, denn sie bieten die einzige Möglichkeit, den Juden, die morgen ins Land kommen werden, Boden zuzuteilen. Im Zusammenhang mit dem Bericht von Sir John Hope Simpson wurde die Frage der jüdischen Bodenreserve weit und breit erörtert und in der ganzen Welt ausposaunt, eine ausreichende Bodenreserve vorhanden sei, so daß größere Bodenerwerbungen seitens der Juden in Zukunft gar nicht notwendig seien. Die Tatsachen sprechen eine entgegengesetzte Sprache. Eine nennenswerte Bodenreserve gibt es überhaupt nicht, denn die beiden größten jüdischen Bodenbesitzer in Palästina, die Palestine Jewish Colonisation Association (PICA) und der Keren Kajemeth werfügen über so gut wie keine Bodenreserve. Die einzigen noch unbe-