Mannheim
Compact Memory

Palästina · 1934-01-01 · Heft 1 (Januar 1934) · p. Seite 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 1 (Januar 1934)
Article
Der Bodenerwerb des Keren Kajemeth
Date
1934-01-01
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2379786-2379916-2379918-2399780--16767-2400003
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

siedelten Ländereien des Keren Kajemeth sind die in der Haifa- Akko-Bucht, die nur zu einem geringen Teil für landwirtschaftliehe Besiedelung in Betracht kommen; anderswo aber besitzt der Keren Kajemeth beinahe keinen freien landwirtschaftlichen Boden. Die bedauerliche Situation, in die man durch das Nichtvorhandensein einer Bodenreserve geraten ist, kam letztens bei der Erörterung der Ansiedlungspläne für deutsche Juden so recht eigentlich allgemein zum Bewußtsein. Man konnte für diesen Zweck nicht mehr als 2000 Dunam (für etwa 100 Familien) zur Verfügung stellen, was aber so gut wie nichts bedeutet, angesichts der Tatsache, daß für viele Tausende von jüdischen Familien, die aus Deutschland nach Palästina kommen wollen, Ansiedlungsmöglichkeiten geschaffen werden müssen. Die Notwendigkeit einer Bodenreserve kommt in Verbindung mit der starken Preissteigerung der landwirtschaftlichen Böden besonders klar zum Ausdruck. Die erste Folge ist, daß die Araber, welche gute Kaufleute sind, und die Situation genau übersehen, mit dem Verkauf ihrer Böden zurückhalten, denn sie hoffen, daß die Juden sich später bereit finden werden, viel höhere Preise zu bewilligen. Die arabischen Grundbesitzer wollen deshalb ruhig warten, bis auch in den entlegensten Zonen des Landes die Preise der Böden steigen werden. Alle diese Erwägungen erfüllen diejenigen, die mit dem Aufbau des Landes verbunden sind, bezüglich der Zukunft der „Geulath Haarez" mit einer heiligen Unruhe, die wiederum zu neuen Taten und einer verstärkten Aktivität ermahnt. Denn so lange dieses Werk nicht vollbracht ist, dürfen wir uns keiner Ruhe hingeben. Das Bauen in Palästina. Von I. Schiff mann, Stadtbau-Ingenieur, Tel-Aviv. Die gegenwärtige Bautätigkeit in Palästina ist eine der interessantesten Erscheinungen in diesem Lande. Sie stellt den stärksten Faktor in desisen wirtschaftlichem Leben dar und darüber hinaus eine Form des Ausdruckes der kulturellen und ästhetischen Idealen der einwandernden Bevölkerung, ferner spiegelt sie die Tendenzen modernen städtischen und. ländlichen Lebens wider. Architektonische Tendenzen. Die Baumethoden, die in Palästina früher vorherrschten, wurden von der Bautätigkeit der Nachkriegszeit umgestoßen und neue, bis dahin unbekannte; Methoden wurden eingeführt. Zuerst bestand die Tendenz, die althergebrachte Art der Architektur, welche den Einwanderern von ihren Stammländern her

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.