Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1934)
- Article
- Der Bodenerwerb des Keren Kajemeth
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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18.900 Dunam. Im Jahre 1921 dagegen: 90.800, 1925: 101.100, 1929 64.500 Dunam. Hiebei entfällt auf den Keren Kajemeth auch in den Letzten Jahren mehr als die Hälfte der erworbenen Fläche. So ergibt sich die merkwürdige Situation, daß gerade in den letzten Jahren, wo so viel privates Kapital ins Land strömte, die wenigsten Bodenerwerbungen aus arabischer Hand getätigt wurden. Vom Gesichtspunkte der Befestigung der jüdischen Wirtschaft ist es aber ausschlaggebend, daß Boden aus arabischen Händen in jüdische übergeht, denn nur dieser Vorgang kann als „Geulath Haarez" angesprochen werden. In den so bedeutungsvollen Jahren seit Kriegsende, und zwar von Oktober 1920 bis Jänner 1933, haben die Juden insgesamt die Fläche von ca. 500.000 Dunam aus arabischen in jüdischen Besitz überführt. Davon wurden 300.000 Dunam oder 60% durch den Keren Kajemeth gekauft und 40% durch andere Gesellschaften und Private, [n den letzten drei Jahren — 1930 bis 1933 — hat sich dieses Verhältnis kaum geändert, und der Keren Kajemeth konnte seine Stellung auch weiterhin behaupten. Die Bedeutung der Bodenerwerbung durch den Keren Kajemeth kommt noch klarer zum Ausdruck, wenn wir uns vergegenwärtigen, in welcher Richtung dieselbe in den letzten Jahren vor sich gegangen ist. Bis zum Jahre 1927 waren es hauptsächlich die Böden der Ebene Jesreel, wo Ackerbau auf größeren Flächen betrieben wird. Seit dem Erwerb der Ländereien von Wadi el Chawereth im Jahre 1929 kauft der Keren Kajemeth in der Hauptsache Pflanzungsboden. Dieser gestattet eine intensivere Kolonisation, denn bei ihm handelt es sich um Ansiedlung auf minimalen Flächen von 10 oder 15 Dunam pro Familie, während in anderen Gegenden 100 bis 150 Dunam pro Familie erforderlich sind. Für die Bestimmung des Tempos des Aufbaues der jüdischen Wirtschaft ist dieser Faktor von weitgehender Bedeutung. So ist der größte, Teil der neuen Siedlungen, die in den letzten Jahren auf Keren Kajemeth-Böden entstanden sind, im Pflanzungsgebiet errichtet worden. Von den in den Jahren 1931 und 1932 neu gegründeten zehn Siedlungen waren es deren acht. Die Kosten einer solchen Ansiedlung stellen sich viel geringer als die in der Getreidezone. So kostete der Boden, welcher für 400 Familien (im Rahmen des sogenannten Tausendfamilien- Planes) vom Keren Kajemeth zur Verfügung gestellt wurde, etwa 60.000 Pfund, was pro Familie durchschnittlich 150 pal. Pfund ausmacht. Dieser Durchschnitt ist wesentlich geringer als der einer Einheit im Ackerbaugebiet, wo 100 Dunam mindestens 300 bis 400