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Palästina · 1934-01-01 · Heft 1 (Januar 1934) · p. Seite 5

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Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 1 (Januar 1934)
Article
Der Bodenerwerb des Keren Kajemeth
Date
1934-01-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Trotz aller dieser Schwierigkeiten, zu denen sich die wirtschaftliche Krise in aller Welt gesellt, die auf die Geldsammlungen des Keren Kajemeth einen ungünstigen Einfluß ausübten, kann er auch in den letzten Jahren doch auf erhebliche Leistungen in Palästina hinweisen. Er konnte zwar nicht so viel Boden erwerben wie in anderen Zeitabschnitten, wo die Erweiterung des Keren Kajeme'th- Bodenbesitzes mit großen Schritten vorwärts ging, die vollbrachte Leistung ist aber immerhin noch bedeutend. So hat der Keren Kajemeth in der Zeit zwischen dem 17. und 18. Kongreß nicht weniger als 40.000 Dunam in seinen Besitz überführt. 40.000 Dunam innerhalb zwei Jahren bleiben nicht weit hinter dem Durchschnitt der früheren Jahre zurück, wenn man bedenkt, daß der Keren Kajemeth in zwölf Jahren insgesamt 320.000 Dunam erworben hat. Es ist aber enorm viel, wenn man die mannigfachen soeben geschilderten Schwierigkeiten in Betracht zieht. Auch von einem anderen Gesichtspunkte aus gesehen, ist es viel, und zwar bei einem Vergleich seiner Leistungen mit denen anderer am Bodenerwerb beteiligter Kreise. Seit einiger Zeit werden Stimmen laut, welche behaupten, für das nationale Kapital seien die Möglichkeiten des Bodenerwerbes erschöpft, die Zeit des Keren Kajemeth sei vorüber. Jetzt sei die Zeit der privaten Initiative gekommen, die imstande wäre, weit größere Bodenflächen in den jüdischen Besitz zu überführen. Gegenwärtig fließt viel Geld in das Land, welches in einer kurzen Zeit ein Mehrfaches dessen leisten werde, was der Keren Kajemeth zustande bringen könnte. Man sollte glauben, daß eine solche Möglichkeit in der Tat auch bestehe. Der in den letzten Jahren zu verzeichnende starke Zustrom von Kapitalien nach Erez Israel führte dazu, daß in den Banken des Landes mehrere Millionen Pfund jüdischer Gelder — schätzungsweise nicht weniger als acht Millionen — konzentriert worden sind, ein Kapital, das auf dem Gebiete der „Geulath Haarez" Großes leisten könnte. Im Lichte der Tatsachen stellt sich aber die Situation grundsätzlich anders. Die Rolle des privaten Kapitals bei der „Geulath Haarez" war gerade in der letzten Zeit nicht sehr bedeutend. Zwar wird viel Geld in Bodentransaktionen investiert, meistens jedoch handelt es sich um den Uebergang von Boden aus einer jüdischen Hand in die andere, hauptsächlich um Grundstücke in den Städten oder in den älteren jüdischen Siedlungen. Wenn man aber die Bilanz dessen zieht, wieviel Boden aus nichtjüdischem Besitz in jüdischen übergegangen ist, so ergeben sich enttäuschende Zahlen: im Jahre 1930 waren es lediglich 19.400, 1931: 18.600 und 1932:

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