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Palästina · 1933-12-01 · Heft 12 (Dezember 1933) · p. Seite 416

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
16 (1933)
Issue
Heft 12 (Dezember 1933)
Article
Die arabische Bewegung in Palästina im Jahr 1933
Date
1933-12-01
Page
Seite 416 (sequence 6)
Language
German
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wie einst war und ist der Zionismus der Hauptfaktor für die Erhaltung der Bewegung im Zustande der Wachsamkeit. Die arabische Bewegung verzeichnete vergangenen Sommer einen glücklichen Zufall. Die Regierung mußte dem Keren Kajemeth eine Bodenfläche m Wadi el Chawereeth übergehen, welche vor Jahren bei einer öffentlichen Versteigerung erworben worden war. Einigen beduinischen Familien des Ortes bot die Regierung eine neue fruchtbare Fläche an, in den Böden von Beisan, indem sie noch verschiedene Konzessionen und ein Darlehen für die Einrichtung einer guten Wirtschaft hinzufügte. Diese Ansiedlung sollte im Rahmen des Entwicklungsplanes von French durchgeführt werden. Aber die ortsnahen arabischen Führer, die mit den Bodenkäufen im Lande zu tun haben, hetzten die Beduinen auf, den Vorschlag der Regierung nicht anzunehmen und ausdrücklich zu verlangen, daß sie in Wadi el Chiawereth selbst bleiben sollen. Die Regierung bemühte «ich, die Beduinen von ihrer Wedgerung durch neue Konzessionen zu bewegen, denn es lag ihr an der Verwirklichung des ersten Versuches des Entwicklungsplanes. Aber alle Bemühungen waren umsonst, sie mußte die Beduinen mit Gewalt entfernen: Wachleute lösten die Zelte auf, luden die bewegliche Habe auf Autos und führten sie fort. Dies gab Stoff zu einer fürchterlichen Hetze gegen die Juden unter der Devise: Das zweite Andalusien in Palästina (Hinweis auf die Austreibungen der Araber aus Spanien). Durch einige Wochen zog sich die Hetze hin, die den Arabern sozusagen bewies^ daß sich in Wadi el Chawereth die erste Gruppe befindet, die aus dem Lande vertrieben wird, und der dann alle übrigen Ariaber im Lande folgen würden. Die Hetze erfolgte mittels Reden, Photographien, Liedern und aufgeregten Artikeln. Auch die arabische Presse der Nebenländer propagierte diesen Gedanken. Die arabische Presse hatte reichliche Nahrung. Fürwahr: die alten Führer verstanden, daß der Vorschlag der Regierung — die Ansiedlung dieser Beduinen in einer Umgebung von großen Möglichkeiten in Beisan, das zu den fruchtbarsten Gegenden des Lanides gehört — vernünftig und richtig sei. Selbst der Falestin trat dafür ein, daß man dem Vorschlag der Regierung zustimme. Aber die arabischen jungen Führer machten die Sache zur entscheidenden Frage und zwangen ihre Stellung den Alten auf. Jede Stimme, die zugunsten des Vorschlages erhoben wurde, wurde durch einen Jammerchor zum Schweigen gebracht. Inwieweit die Sache den Arabern des Landes nicht nahe ging, kann man aus dem Resultat der Sammlung für diese Beduinen ersehen. Abgesehen von einigen Quantitäten Lebensmittel wurden nur 150 Pfund gesammelt. Aber die Hetze tat das Ihrige, und erreichte ihr Ziel: Haß gegen den Zionismus und gegen die Juden zu säen. Jene Angelegenheit, welche heuer hauptsächlich die arabische Bewegung im Lande genährt hat und zum Ansteigen ihrer Temperatur im letzten Viertel des Jahres beitrug, war „der Auszug der Juden aus Deutschland", welcher durch „Pharao-Hitler" verursacht wurde. Im Laufe der Jahre haben es die Araber gelernt, zu beobachten, was im jüdischen Lebein hinsichtlich der politischen Verfolgungen und der wirtschaftlichen Revolutionen vorgeht. Die Araber verstehen schon heutei, daß die Lage der Juden im Golus es ist, welche deni Zionismus in Bewegung setzt uhid es nicht bloße Träume und Utopien allein sind, wie sie es vor Jahren geglaubt hatten. Das Interesse der Araber reicht so weit;, daß sie jede Trennung innerhalb dos Judentums im palästinensischen Raum verfolgen. Das jbeißf^ sie beginnen das internationale Weltprobfem

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