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Palästina · 1933-12-01 · Heft 12 (Dezember 1933) · p. Seite 414

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
16 (1933)
Issue
Heft 12 (Dezember 1933)
Article
Die arabische Bewegung in Palästina im Jahr 1933
Date
1933-12-01
Page
Seite 414 (sequence 4)
Language
German
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r von Boden als Hauptprinzlp hervorhob. Der Mufti verteidigte sich durch Erwähnung seiner Vergangenheit und seiner Leistungen für das Volk vermittels seiner Stellung. Das Resultat der Versammlung war null. Zum Schluß blieben bloß die Anhänger des Mufti und sie redeten mit Begeisterung über die Erlösung des Bodens. Es wurde beschlossen, eine interparteilichle Kommission zu wählen, welche einen genauen Antrag betreffs Non-Corporation für die zweite Versammlung vorbereiten sollte. Die Kommission kam nicht zustande und die zweite Versammlung wurde nicht einberufen. So verwandelte sich das Manöver des Istaklal in einen Durchfall, denn die mystischle W;atffe der Non-Corporation wurde von aller Welt entweiht. Sie war bloß ein Mittel, um den Mufti zu treffen. Und die verantwortlichen Führer der Araber entpuppten sich als um ihre Stellung zitternde Regierungsbeamte. Di,e Kritik der arabischen Presse über die Versammlung war vernichtend. Die Folge war die Schwächung des Gedankens der Non-Corporation überhaupt. „Falestin", der im allgemeinen die Mängel der Bewegung verurteilt, schrieb nach' der Versammlung, daß „er auf die Zürnenden keine Rücksicht nehemen und alles frei heraussagen werde." Zwei Fragen beschäftigten in der letzten Zeit die arabische Oeffentlichkeit. a) die Erlangung staatlicher Stellungen,, b) Non-Corporation mit der Regierung. Wir wollen jetzt nicht den Widerspruch zwischen diesen beiden Punkten bebehandeln: Wie ist es möglich, einen Einklang zu finden zwischen dem Betteln bei der Mandatsregierung um Posten urfd der Non-Corporation? Und was hat die Regierung getan? Nach der Jaffaer Versammlung hat sie einige hohe Posten zur Verfügung gestellt, ohne jedes Bedürfnis, und hat sie den Söhnen der Führer übergeben. (Darunter dem Sohne von' Musa Kasim, dem Präsidenten der arabischen Exekutive, der auch! der Vorsitzende in der Jaffaer Versammlung war.) Denn man muß wissen: In einem kleinen Lande wie Palästina, nimmt die staatliche Beamtenschaft einen großen Perzentsatz beim Unterhalt der Bürger ein, zur Zeit, da die jüdische Einwanderung die Vergrößerung des Apparates aus ihren Einkünften ermöglicht. Darum ist jede arabische Non-Corporation im Lande im Vorhinein zum Scheitern verurteilt. Die Monate nach der Versammlung brachten einen großen Niedergang an der arabischen Front. Im Volke wuchs das Mißtrauen gegen die Führer und f das gegenseitige Verhältnis wurde sehr verschlimmert. Die arabische Exekutive trat während der meisten Monate des Jahres zu keiner Sitzung zusammen. Während des ganzen Jahres wurde keine einzige Sammlung zugunsten des „Nationalfonds" durchgeführt, während Ende 1932 (September bis Dezember) zwei Sammlungen durchgeführt worden waren. Das gesammelte Geld, ca. 2000 Pfund, reichte zu keinem ernsten Kauf aus und bis heute weiß man nicht, was das Ende dieses Fonds sein wird, der in der letzten Zeit in einen Bodenkaufsvertrag (1000 Dunam) in der Nähe von Gaza investiert wurde. Die Bodenerlösungsgesellschaft, die jedem Einzelnen Profite versprach, und der der Mufti in Aussicht stellte, daß er ihre Aktien kaufen würde, hauchte ihre Seele aus, noch bevor sie geboren wurde. Nur eine einzige Tat, eine politiscjhwirtschaftliche, wurde in jener Periode durchgeführt — eine arabische Ausstellung in Jerusalem. Es ist kein Zweifel, daß neben der Linie der Verneinung der jüdischen Arbeit im Lande, welche die arabische Arbeit einhält, jener Trieb des Neides

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