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Palästina · 1933-12-01 · Heft 12 (Dezember 1933) · p. Seite 413

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
16 (1933)
Issue
Heft 12 (Dezember 1933)
Article
Die arabische Bewegung in Palästina im Jahr 1933
Date
1933-12-01
Page
Seite 413 (sequence 3)
Language
German
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und zu Uebertreibungen greifen!, sie benötigen ein entscheidendes Ereignis, um die arabische Gesellschaft zu bewegen, nach langen Jahren der Ruhe, daß sie die Führer wirklich unterstutzen. Die Jahre 1931 und 1932 waren Ruhejahre für die arabische Bewegung im Lande, im Verhältnis zu ihren äußeren Erscheinungen. Nur in den Tiefen der Bewegung — im Wachsen der Jugend — war Fortsetzung enthalten. Dieses Zustandes bediente sich der >,Istaklal", um gegen die alten Führer loszustürmen und sie von der politischen Tribüne verschwinden zu lassen. Der gefährlichste politische Kämpfer des ^Istaklal" ist der Mufti, da auch er in seinem Innern extrem ist, wie die Mitglieder des „Istaklal" und in seiner Hand wirkliche große Kraft konzentriert ist, im Lande, in der muselmännischen Welt und bei der britischen Regierung, aber diese Kraft ist es auch, die ihn fesselt, denn er kann nicht frei gegen England und das britische Regime im Lande agitieren. Der große Plan, dem sich der Mufti nach der muselmaiuiischen Konferenz in Jerusalem (Dezember 1931) hingab, die Errichtung einer muselmannisdhen Universität bedarf einer gewissen Sympathie seitens Englands, denn die einzige Geldquelle ist in Indien zu suchen Und die indischen Muselmanen werden jetzt ihre Hand einem Werke nicht leihen, das England nicht duldet. Und darin liegt die Schwäche der Stellung des Mufti, welche Auni Abd al Hadi, der Führer des Istaklal, 'der mit dem Mufti,' in der; obersten Führung des Landes konkurriert, ausnützen wollte. D^ie Mitglieder des Istaklal eröffneten eine energische Aktion gegen die Politik einer Kooperation mit der Regierung, welche der Oberkommissär Wauchope zu entwickeln begonnen hat. :Unter diesem Druck mußte die arabische Exekutive, eine Institution, die während einer Erhebung oder eines Parteidruckes erwacht, eine große Versammlung der arabischen Notabein einberufen, um über die Methode des neuen Kampfes mit der Regierung zu beraten. Die Partei Istaklal schlug auch die Methode vor: absolute „Non-Corporation". Die Versammlung kam unter großem Jubel der arabischen Presse in Jaffa am 26. März zustande. Es nahmen an ihr gegen 500 Noftaibeln und Führer teili die durch die Exekutive eingeladen worden waren. Aber in der Versammlung zeigte es sich, daß die Parole j„Non-Corporation" in Palästina ein tot geborenes Kind sei. Die Minderheit in der Versammlung, die Istaklalleute, wünschte sozusagen, eine wirkliche Non-Corporation: Demission der arabischen Beamten und Einstellung der Steuerzahlung. Sie wurden unterstützt durch die Gegner des Mufti, die ajs muselmanische Opposition bekannt sind, an deren Spitze Regierungsbeamte stehen: Bürgermeister. Diese Harmonie zwischen extremen Nationalisten, unter denen es überhaupt keine Regierungsbeamten gibt, und den besonders gemäßigten Nationalisten, deren Führer sämtlich Beamte sind. — verwandelte die Versammlung in eine unernste Sache. Denn es wurde allen klar1, daß die Unterstützung der Extremen durch die Gemäßigten bloß eine Folge einer Parteirechnung war: Den Mufti, der von der Regierung durch seine Stellung und seinen Posten abhängig ist, in die Enge zu treiben. Ragib Naschaschibi, der Bürgermeister von Jerusalem, teilte der Versammlung mit, daß er bereit sei, zu demissionieren, werin der Mufti ebenfalls es tun wird. Die Muftipartei, welche in der letzten Periode der Spiritus movens der arabischen Exekutive war, biüdete die Mehrheit der Versammlung, und trat für abgestufte Non-Corporation ein, indem sie die Gesellschaft für die Erlösung

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