Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 16 (1933)
- Issue
- Heft 10-11 (Oktober 1933)
- Article
- Aus den Kolonisationsreferaten des 18. Zionistenkongresses
- Date
- 1933-10-01
- Page
- Seite 364 (sequence 14)
- Language
- German
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364 ^äaae Platz finde. Das kann aber, wie schon gesagt, nur gewährleistet werden, auf nationalem Boden. 'Außerdem werden auf solchem die Siedler nicht nur Monokultur treiben, sondern idaneben auch, gemischte Wirtschaft zum Eigenbedarf, werden also krisenfester sein, als die Monokultur treibenden Pflanzer1 und deren Arbeiter, soweit diese keine Hilfswirtschaften haben. Auch das wurde« schon ausgeführt. Ein weiteres Gebiet, dem wir noch keine besondere Aufmerksamkeit gewidmet haben, ist der Hügeldistrikt. Für diesen hat Agronom Weitz Vorschläge gemacht, auf Grund von Obstbaumzucht auf je 10 Dunam im Rahmen von Wirtschaftseinheiten von 20 Dunam. Es wären im Bergland noch Tausende von Dunam erwerbbar. Wenn die Regierung den Fellachen in diesem Distrikt beistehen würde, die Flächen zu arrondieren und die Wirtschaften zu intensivieren, dann könnte noch1 ein bedeutendes Areal für Neukolonisation frei werden. Auch hier ist die Geulath Haaxez eine Sache des nationalen Kapitals. Wenn hier von Boden gesprochen wurde, so ist dabei gleichzeitig die Ansiedlung erwähnt worden. Wenn auch1 in letzter Zeit ganz neue Ansiedlungsformen für Pächter des KKL. - Bodens sich herausgebildet haben — siehe Wadi el Chawereth — bei denen diese nur beschränkten Mittel nötig haben, die sie durch' private Anleihen, Löhne für Außenarbeit u. dgl. ergänzen, so wäre eine Kolonisationsaushilfe, namentlich in neuen Gebieten, für die keine Erfahrung mit Ansiedlung nach modernen technischen Methoden vorliegen, unumgänglich notwendig. Diese zu leisten, wird nacjh wie vor Sache des KH. sein und bleiben. Dagegen wird der Fonds, was ja schon längs* und wiederholt beschlossen wurde, von den nicht direkt wirtschaftlichen Aufgaben, wie Schulen, Sanität sukzessive entlastet werden müssen. Hiefür wurde mit Uebernahme des Schulwerkes durch den Jischuw gegen einen fixen Betrag von zunächst 40.000 Pfund per Jahr ein erfreulicher Anfang gemacht. Hier ist auch die Emanzipation der Arbeiterkrankenkassa von jeder Subvention zu erwähnen. Eine der wichtigsten Aufgaben, die dem KH. neben Immigration, Arbeit und einigen nocjh zu besprechender^ Aktionsfeldern verbleiben werden, wird immer diese Kolonisationsaushilfe bleiben. Diese ist derjenige Teil der Siedlungsbeiträge, mit dem solche Kosten gedeckt werden, mit denen der Siedler selbst nicht belastet werden kann. Würde es gelingen, die bisher festgestellten Werte, wie ausgeführt, von einer Gesellschaft ablösen zu lassen, dann wäre es für den KH. finanziell undi organisatorisch viel leichter, diese Aushilfe in der Zukunft zu leisten. Durch den Abschluß der Verträge mit den Siedlern und der nach einverständlicher Schätzung erfolgten Festsetzung der von diesen geschuldeten Beträge, liat die Leitung des KH. jedenfalls einen großen Schritt zur Klärung der Lage und zur Grundlegung seiner weiteren Tätigkeit getan. Wenn man veranschlagt, daß er seine Tätigkeit zu einer Zeit .begonnen that, wo die 'Preise fast genau doppelt so hoch' standen wie heute«, daß aus der schweren Lage des KH., der meist nie rechtzeitig im Herbst die bewilligten Summen leisten konnte, sondern viel zu spät und zu unregelmäßig, Defizite entstanden, daß es sicjh im Emek um eine der schwierigsten Pionierkolonisationen auch im landwirtschaftlich - technischen Sinne gehandelt hat, so ist die Tatsache, daß die vorhandenen Werte 65 o/o des aufgewendeten Kapitals betragen, eine in der Geschichte der Neukolonisation, auch großer Staaten, beispiellose Leistung*