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Palästina · 1933-10-01 · Heft 10-11 (Oktober 1933) · p. Seite 336

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
16 (1933)
Issue
Heft 10-11 (Oktober 1933)
Article
Zum Problem der staatsbürgerlichen Erziehung in Palästina
Date
1933-10-01
Page
Seite 336 (sequence 8)
Language
German
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336 kommt die Sünde mit Uriah und Bath Schewa, aber der Sünde Söhn ist — Salonion, unter vielen Kindern der Nachfolger. Er erst baut den Tempel, und, größer noch in den Maßen, den eigenen Palast. Baut auch, nach Saul, dem Einiger der Stämme, nach David, dem Erringer der Landeshauptstadt, der erste und einzige jüdische Reichskönig, seinen fremden Frauen gleichsam exterritoriale Tempel für ihre fremden Götter. Der Höhepunkt ist da, der Verfall beginnt. Die Reichsspaltung, der Untergang der beiden Reiche, Esras Theokratie. Er ist ein zweiter Samuel, verzichtet aber — höchst bedeutsam! — auf das Hohe Priestertum, obwohl er Priester ist. Auch Nehemia ist nur Statthalter, wird nicht König. Die Gemeinde ist restituiert, das Priesterkönigtum der Hasmonaeer bleibt Episode, entartet zur Assimilation aus ursprünglichem Kampf gegen sie. Alle Formen des politischen Lebens sind durchlaufen, wenn die Bibel ausklingt. 2. Hebräisch. Der jüdische Volkscharakter im Spiegel der Sprache („Schalom", Friede, verwandt mit Schalem, vollkommen, also Zustand der Vollkommenheit; Dat, wichtigstes Wort für Religion, heißt aber Gesetz; usw.) Entwicklung der hebräischen Sprache aus einer Volkssprache zur Schriftsprache neben dem gesprochenen Aramäisch und zur „Heiligen Sprache" im Mittelalter und Neuzeit; Beginn der hebräischen Wiedergebung im Zeichen der Aufklärung und zum Teil der Assimilation (einer der ersten neuhebräischen Dichter läßt sich später taufen); die Abneigung gegen rabbinische Welt drückt sich stilistisch und in der Wortwahl als gleichsam hebräischer Bibelpurismus aus. Ein neuer synthetischer Stil wird geschaffen von Mendele Mo eher Sf arim, zunächst in Anlehnung an das Yiddische, und von Achad H a am, der der Sprache den Zitatcharakter erstmalig nimmt und das alte Gut, einschließlich des wiederentdeckten talmudischen und rabbinischen, unmerkbar in die neue Sprache einschmilzt, sowie durch Bialik. Sein Stil und seine Sprache finden den Antipoden in Tschernichowski, dem hebräischen Anbeter des Apollon; zwischen beiden geht der Entscheidungskampf zwischen einem jüdischen und einem heidnischen Zionismus. Der Kampf ist seinem Wesen nach ein weltanschaulich-staatsbürgerlicher; Dichtung und Sprache unserer Tage drücken ihn aus, haben ihn nicht geschaffen. 3. Allgemeine Geschichte. Der Mensch und die Natur; Bedingungen der gesellschaftlichen Entwicklung; Eroberungen, Kriege, Friedensschlüsse; das Problem des ewigen Friedens, das Problem der Revolution. rStaatsformen, Verfassungen, die histori-

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