Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 16 (1933)
- Issue
- Heft 7-9 (Juli 1933)
- Article
- Mandatskommission : der Bericht der englischen Regierung 1932 [Nachricht]
- Date
- 1933-07-01
- Page
- Seite 293 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Regierungsangestellte festgelegt hat. Alle gemischten Organisationen kooperieren mit der Allgemeinen Jüdischen Arbeiterorganisation Palästinas. Ueber die Verwendung von Juden im öffentlichen Dienst und ihre Beteiligung "bei öffentlichen Arbeiten werden folgende Angaben gemacht: Ein Drittel der städtischen Beamtenschaft in Jerusalem besteht aus Juden; bei verschiedenen regulären und außerordentlichen Dienstleistungen für öffentliche Institutionen wurden 111.445 Individualarbeitstage gezählt, von denen 31.426 (28 o/o) auf Juden entfielen* Die an Juden ausgezahlte Lohnsumme war jedoch verhältnismäßig weit höher, als deren Beschäftigungsgrad; sie betrug vermutlich 50 o/o der allgemeinen Lohnsumme, da jüdische Arbeiter vorwiegend unter der gelernten Arbeiterschaft vertreten waren, während die Araber zum größten Teil ungelernte Arbeiter waren. Bei der Durchführung der Kanalisationsarbeiten in Jerusalem werden 10.000 Pfund an Löhnen ausgezahlt werden, etwa 50o/p davon den Vertragsbestimmungen entsprechend an Juden. Eine ähnliche Arbeitskostenverteilung wurde für die Durchführung von zwei kleineren Arbeiten im Zusammenhang mit der Wasserversorgung Jerusalems und der Errichtung eines neuen Schlachthauses und einer Verbrennungsanlage vereinbart. In Jaffa wurden in der Regel Juden bei der mehr technischen Seite der von der Stadtverwaltung ausgeführten Arbeiten im durchschnittlichen Ausmaß von 12 o/o aller verwendeten Arbeitskräfte beschäftigt. Die Stadtverwaltung von Haifa gab für öffentliche Arbeiten im Jahre 1932 6300 Pfund aus; von dieser Summe flössen 77o/o arabischer und 23o/o jüdischer Arbeit zu. In Tiberias war jüdische Arbeit zu 76 o/o an den von der Stadtverwaltung durchgeführten Arbeiten beteiligt. Registrierung „landloser" Araber. Bis zum 31. Dezember 1932 waren beim Landentwicklungs-Department 3188 Gesuche um Aufnahme in das Verzeichnis landloser Araber von Personen eingelaufen, die behaupteten, von dem von ihnen besetzten Boden dadurch entfernt worden zu sein, daß dieser Boden in jüdischen Besitz überging, und keine anderen Pachtungen oder eine in gleicher Weise zufriedenstellende Beschäftigung erhalten zu haben. Von diesen Gesuchen wurden 542 berücksichtigt, 2441 abgewiesen, 205 werden noch geprüft. Jedes Gesuch wurde vom „Legal Assessor", dem Präsidenten des Reichsgerichtes von Nablus, Richter H. A. Webb, überprüft; wobei der Jewish Agency die Möglichkeit zur Begutachtung unter Bezugnahme auf ihre Aufzeichnungen über die betreffenden Bodentransaktionen gegeben wurde. (Inzwischen wurde die endgültig festgestellte Zahl mit 889 Familien angegeben. — Die Red.) Im Beisan-Subdistrikt hat die Palästinaregierung 5740 Dunam bewässerten Bodens mit einem Kostenaufwand von etwa 25.000 Pfund erworben, um dort die zu dem nördlichen Teil des Wadi Hawarith-Stammes gehörenden dislozierten Araber wieder anzusiedeln. Inzwischen werden etwa 3000 Dunam im Wadi Hawarith-Gebiet in der von der Regierung vom Jüdischen Nationalfonds übernommenen Pachtung von diesen Arabern weiter bebaut. In einer Reihe von Dörfern in der Küstenebene wird gegenwärtig eine wirtschaftliche Untersuchung durchgeführt, um festzustellen, welche Bodenflächen; in diesen Dörfern für Siedlungsverdichtung geeignet sind.