Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 16 (1933)
- Issue
- Heft 7-9 (Juli 1933)
- Article
- Mandatskommission : der Bericht der englischen Regierung 1932 [Nachricht]
- Date
- 1933-07-01
- Page
- Seite 294 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Die bisher von einem Beamten der Rechtsabteilung besorgte Registrierung der kooperativen Genossenschaften wurde einem besonders geschulten Registrator anvertraut, dessen erste Aufgabe es sein wird, gemeinsam mit dem Landentwicklungsbeamten kooperative Genossenschaften unter den arabischen* Landwirten zu organisieren. Nach den Ergebnissen der KooperativbewegungJ unter den jüdischen Siedlern zu schließen, dürfte dies ein wirksames Mittel darstellen, die arabischen Landwirtschaftsmethoden zu verbessern und das« landwirtschaftliche Einkommen der Fellachen zu erhöhen. Wirtschaftsaufschwung und öffentliche Ordnung. Der Bericht stellt fest, daß die wirtschaftlichen und fiskalischen Verhältnisse in Palästina im Vergleich mit anderen Ländern befriedigen müssen. Die Palästina-Orange findet in Europa einen sich ununterbrochen ausbreitenden Markt. Die Post wirft einen Jahresüberschuß ab, die Eisenbahnen gewinnen allmählich einen Teil des an den Straßentransport übergegangenen Verkehres^ zurück. Die öffentliche Sicherheit war während des abgelaufenen Jahres nicht gefährdet, es gab keine Ausschreitungen und Unruhen infolge von Rassengegensätzen. Zu Beginn des Jahres gab es ein Wiederaufleben der Verbrechen auf landwirtschaftlichem Gebiet in Form von Entwurzelung von Bäumen und Verwundung von Vieh. In den meisten Fällen waren diese Frevel die Folge von Fehden zwischen arabischen Dörfern, entstanden aus Grenzstreitigkeiten oder Familiendifferenzen; im Tulkarem-Unterdistrikt jedoch, wo diese Art von Frevel allgemein verbreitet ist, waren auch gewisse jüdische Siedlungen die Leidtragenden. Die Verhängung einer Kollektivstrafe über die schuldigen Dorfbewohner und die Errichtung eines Strafpolizeipostens machten diesen Unruhen ein schnelles Ende; es wurden besondere Maßnahmen ergriffen, um den unbotmäßigen Distrikt unter schärfere polizeiliche Ueberwachung zu stellen. In einzelnen Fällen führten Auseinandersetzungen über Weide- und Siedlungsrechte zu Zusammenstößen von jüdischen Wächtern oder Hirten mit Arabern, bei denen auch Scjiüsse gewechselt wurden. Wo schwere Ruhestörungen drohten, wurden durch die Distriktskommissäre Maßnahmen auf Grund der Bodenstreitverordnung getroffen, durch die der einen oder der* anderen Partei ungestörter Besitz des strittigen Landes bis zur gerichtlichen* Entscheidung über das Eigentumsrecht gewährleistet wurde. Das Memorandum der Jewish Ageney an den Völkerbund. Zu dem Memorandum, das im Wege der Palästinaregierunig dem Rat überreicht wurde, hat Sokolow im Begleitschreiben eingesendet, in dem es unter anderem heißt, daß es sich in Palästina und auch im Vergleich der Lage dort und in Transjordanien gezeigt hat, daß die jüdische Arbeit keine Verdrängung der Araber zur Folge gehabt habe, weshalb er hoffe, daß die Beschränkungstendenz in der Bodengesetzgebung werde fallen gelassen werden. Sokolow hoffe auf Verständigung und Kooperation mit den Arabern. Angesichts des erhöhten Auswanderungsbedürfnisses wäre die Handhabung der Einwanderungspolitik der Regierung in Einklang mit den Bestimmungen des Mandates zu bringen. Insbesondere weist er auf die unnötig hohen Ziffern des in Shedule für Hand-