Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 16 (1933)
- Issue
- Heft 7-9 (Juli 1933)
- Article
- Mandatskommission : der Bericht der englischen Regierung 1932 [Nachricht]
- Date
- 1933-07-01
- Page
- Seite 289 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 1× ep/1047930
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nur in jenen Distrikten möglich sei, die, wie Jerusalem, Haifa und Jaffa, eine gemischte Bevölkerung aufweisen, und daß bei den dort durchgeführten öffentlichen Arbeiten schon jetzt Juden in beträchtlichem Ausmaß verwendet würden. Anderseits verspricht die Palästinaregierung anläßlich der Prüfung des Programms für die öffentlichen Arbeiten für 1933 und 1934, den Anteil jüdischer Arbeiter bei der Durchführung jeder einzelnen Arbeit im Sinne des Versprechens Mac Donalds genau festzusetzen, wobei jedoch gleichzeitig auf die „rassische Zusammensetzung der lokalen Bevölkerung, die Art der Arbeit und den Preis der Arbeitskräfte" Bedacht genommen werden müsse. (Der Anteil ist inzwischen auf ein Drittel festgesetzt worden. — Die Red.). Die Tätigkeit der Jewish Agency. Die Geldeingänge bei der Jewish Agency und den ihr angegliederten zionistischen Institutionen zeigten, wie der Bericht feststellt, infolge der in Europa und Amerika herrschenden Wirtschaftskrisis sowie infolge der von einigen; Ländern eingeführten Einschränkung der Ausfuhr von Zahlungsmitteln im Berichtsjahre einen Rückgang gegenüber dem Vorjahre. Im Finanzjahre, das mit Oktober 1931 begann und mit November 1932 endete, haben die Jewish Agency, der Emergency Fund for Palestine und die Hebräische Universität eine halbe Million Pfund ausgegeben. Der Jüdische Nationalfonds erwarb im Jahre 5962 etwa 8300 Dunam Land und forstete 6320 Dunam auf. Die Regierung erhöhte im Berichtsjahre die Subvention für das jüdische öffentliche Schulsystem von 20.000 auf 26.000 Pfund, wobei einerseits die außerhalb des eigentlichen Erziehungsressorts von anderen Regierungs^Departments gemachten Aufwände für Erziehungszwecke, anderseits jene Ausgaben in Berücksichtigung gezogen wurden, die dem Erziehungs-Department der Regierung erwachsen würden, wenn man von diesem Department verlangen würde, allen jüdischen Kindern im schulpflichtigen Alter Leistungen auf dem Gebiete der Erziehung in demselben Ausmaß, wie diese für die arabischen Schulkinder vorgesehen sind, zu bieten. Die Jewish Agency hat im Berichtsjahr bei der Regierung Vorstellungen betreffend die Entwürfe zur Einwanderungsverordnung (Imigration[consolidating]Ordinance), zur Unterrichts Verordnung (Education Ordinsance), zur Land Law (Amendment) Bill und zur Verordnung über Bodenstreitigkeiten (Land Disputes[Possession]Ordinanoe) erhoben; die Bestimmungen der Unterrichtsverordnung wurden abgeändert, um gewissen von der Agency erhobenen Einwänden zu entsprechen. Alle Gesuche um Aufnahme in das Verzeichnis landloser Araber wurden der Jewish Agency vorgelegt, um ihr die Möglichkeit zu geben, die Behauptung der Gesuchsteller, daß sie ihres Bodens infolge seines Ueberganges in jüdische Hände verlustig gegangen seien, zu prüfen. Die Agency wurde ferner bei der Regierung im Zusammenhang mit der Zahl von Juden in der palästinensischen Polizei und im tr ans jordanischen Grenzkorps vorstellig. In der Polizei ist das jüdische Element folgendermaßen vertreten: Offiziere 17o/o, Mannschaften 13o/o. Es wurden Schritte unternommen, weitere Juden ins transjordanische Grenzkorps einzureihen, das gegenwärtig 47 Juden zählt. Die Kooperation der Agency durch einen besonderen Verbindungsbeamten mit den Distriktsverwaltungen der Polizei und