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Palästina · 1933-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1933) · p. Seite 279

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Journal
Palästina
Volume
16 (1933)
Issue
Heft 7-9 (Juli 1933)
Article
Der French-Bericht [Nachricht]
Date
1933-07-01
Page
Seite 279 (sequence 3)
Language
German
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mit der Gefahr der Erstarkung der Großbetriebe auf Kosten der kleinen Besitzer, die vollständig und dauernd von ihrem Boden verdrängt werden würden, verbunden seien. Dieser Gefahr müsse durch ein Grundstücksübertragungsgesetz vorgebeugt werden. Ein solches Geisetz bedeute keineswegs „Unterbindung weiterer Bodenkäufe durch Juden", sondern nur Kontrolle von Bodenverteilung und Uebertragung während der auf mehrere Jahre sich erstreckenden Durchführung eines Siedlungsplanes. Zur Frage, wie geschlossene Siedlung von Juden entsprechend der Politik der englischen Regierung erleichtert werden könnte, führt French aus: Die einzigen für dichtere Siedlung möglicherweise geeigneten Gebiete, d. h. solche,, von denen man weiß, daß sie bewässerbar sind, sind a) Teile der Küstenebene, b) Beisan, c) Huleh und d) ein Teil des Jordantals. Ein weiteres derartiges Gebiet könnte der Berscheba-Distrikt werden, wenn die jetzt vorgenommenen Probebohrungen das Vorhandensein von Grundwasser in genügender Menge zur Anlage artesischer Brunnen ergeben sollten. Die Küstenebene wird gegenwärtig für Citrus-Kultur entwickelt; meiner Meinung nach ist das Tempo des Fortschrittes durchaus so schnell, wie es die Umstände erfordern, und wird es vermutlich auch weiterhin bleiben unter Berücksichtigung des bereits zu erwartenden beträchtlichen Zuwachses in der Produktion von Orangen und Grape Fruit, der Wahrscheinlichkeit, daß die Preise fallen werden, wenn diese größere Produktion auf den Markt geworfen wird, und der Zeit, die zum Zweck von Untersuchungen, Experimenten und anderen Mitteln zur Herabsetzung der Produktionskosten unvermeidlich verstreichen muß, bevor sich die Entwicklung der Industrie voll auswirken kann. Die Wege der modernen Landwirtschaftsgeschichte sind besät mit den Zusammenbrüchen, die in der ganzen Welt eine zu schnelle und zu weitgehende Auswertung von Produktionsmöglichkeiten herbeigeführt hat, indem sie eine Uebersättigung der auswärtigen Märkte und den Ruin der allzu zuversichtlichen Produzenten bewirkte. Die Gefahr eines ähnlichen Zusammenbruches der Citrus-Industrie in Palästina muß vorausgesehen und mit größter Wachsamkeit ferngehalten werden, um so mehr, als kein Beweis dafür vorhanden ist, daß die Citrus-Kultur durch einen anderen rentablen Landwirtschaftszweig ersetzt werden könnte, sobald ihr der Boden entzogen würde. Die übrigen Gebiete könnten, die technische Möglichkeit ihrer Bewässerung und damit ihre Fähigkeit, rentable Ernten zu produzieren, vorausgesetzt die Wiederansiedlung landloser Araber und die Kolonisierung einwandernder Juden durch allmähliche, eine Reihe von Jahren erfordernde Entwicklung ermöglichen; damit würde der Druck auf die westlichen Teile Palästinas erleichtert werden. Selbst wenn es keine unüberwindlichen technischen Schwierigkeiten für die Wasserversorgung dieser Gebiete oder einiger von ihnen gäbe, so blieben doch die entscheidenden Fragen, ob ausreichende Märkte für die auf dem bewässerten Land erzielten Ernten gefunden werden könnten, un4 ob Aussicht bestehe, daß die Regierung auf eine entsprechende Rückerstattung ihrer Auslagen rechnen könne. Die Niederlassung einer erheblichen Zahl von Personen auf Ländereien zu ermutigen, die die Regierung unter großen Kosten zur Verfügung stellen würde, und für die nicht begründete Aussicht auf Erzielung rentabler Ernten bestünde, hieße Schwierigkeiten für die Siedler herbeiführen,

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