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Palästina · 1933-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1933) · p. Seite 270

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Journal
Palästina
Volume
16 (1933)
Issue
Heft 7-9 (Juli 1933)
Article
Jewish Agency. Von Spectator.
Date
1933-07-01
Page
Seite 270 (sequence 3)
Language
German
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staltet«, da sie durch das für den an Juden verkauften Boden gelöste Geld die Möglichkeit der Intensivierung ihrer Wirtschaften und Anlegung von Orangenplantagen hatten. Sie interessierten sich daher immer stärker für did Heranziehung jüdischen Kapitals nach Trans Jordanien. Sogar der Emir Abdallah selbst bot den Juden Böden zur Pacht an; durch Umstände, die noch nicht vollständig aufgeklärt sind, ist dieses Projekt nicht ganz sachgemäß behandelt worden, auch hat die englische Regierung, die durch die Sache Überrascht worden war, Einspruch erhoben. Es besteht aber kein Zweifel, daß die hier angeknüpften Fäden weiter gesponnen werden. Als die Katastrophe über die deutschen Juden hereinbrach, gelang es der Jewish Agency von der Regierung Erleichterungen für Einwanderer aller Kategorien aus Deutschland zu erlangen. Im englischen Unterhaus konnte bei Besprechung der Lage in Deutschland der Außenminister, Sir John Simon darauf hinweisen, daß England als Mandatarmacht Palästinas zur Erleichterung des Loses der deutschen Juden beizutragen versucht. Im übrigen aber hat die englische Regierung, die von prominenter englischer Seite, z. B. von Lord Cecil im Oberhaus, gegebene Anregung, England als Mandatarmacht Palästinas möge sich gewissermaßen als Schutzmacht für 'die Juden betrachten und zugunsten der deutschen Juden diplomatisch intervenieren, als undurchführbar zurückgewiesen. England, so wurde gesagt, könne sich nur um die bereits in Palästina befindlichen Juden kümmern, nicht aber, um das Verhältnis von Juden, die Bürger eines anderen Staates sind, zu diesem Staate. Durch die starke Pälästinawanderung aus Deutschland ist es nötig geworden, eine Reihe von Plänen für die Einordnung dieser zum großen Teil auf Palästina noch nicht vorbereiteter Menscjien auszuarbeiten. Die hierfür erforderlichen Mittel sollen durch eine große Hilfsaktion aufgebracht werden. Ein Aufruf zur Sammlung von Geldern für die Ansiedelung deutscher Juden in Palästina wurde nicht nur von den Führern der Jewish Agency, sondern auch von einer Reihe Niehtjuden wie Lord Cecil, Lloyd George und General Smuts unterschrieben, ferner aber auch von mehreren jüdischen Persönlichkeiten, die der Jewish Agency nicht angehören. Es zeigte sich schon bei dieser Gelegenheit* daß das Interesse für diese Angelegenheit weit über jene Kreise, die schon bisher das Palästina-Unternehmen mit Wohlwollen betrachtet hatten, hinausreicht. Selbst ausgesprochene Antizionisten in westlichen Ländern betrachten den Plan, deutsche Juden nach Palästina zu bringen, mit Wohlwollen, weil sie darin ein Mittel sehen, den Einwandererstrom von den westlichen Ländern fernzuhalten, denn man befürchtet von einer solchen Einwanderung eine Stärkung des Antisemitismus. Auch dies entspricht einer Erkenntnis Herzls, der schon 1896 festgestellt hatte, daß die wandernden Juden den Antisemitismus von Land zu Land verschleppen. Eine radikale Lösung kann eben nur eine Konzentration an einem völkerrechtlich hiezu designierten Punkt bewirken. Das ist aber Palästina. Alle Pläne einer großzügigen Judenansiedlung sind aber über das erste Stadium noch nicht hinausgelangt. Inzwischen bemühen sich die Institutionen der Agency, vor allem die Palästina-Aemter, den Auswanderern behilflich zu sein. Das Interesse für Palästina unter den deutschen Juden ist außerordentlich. Die Palästina-Aemter werden täglich von durchschnittlich 400 Personen in Anspruch genommen. Die größte Schwierigkeit bietet die Transfer-Frage, da infolge der geltenden Devisengasetze Auswanderer nur einen kleinen Teil ihres Vermögens mitnehmen können, so daß die

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